#67 Ferdi Stebner über psychische Gesundheit und selbstreguliertes Lernen

Shownotes

Konstantin Kunze: Folgen 15 und 37 Marleen Mühlenberg: Folge 62

Buchempfehlung: Gewusst wie! Selbstreguliertes Lernen im Schulalltag verankern (Yves Karlen)

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00:00:00: Wir reden über selbst reguliertes Lern-Selbstregulation und psychische Gesundheit.

00:00:04: Psychische Gesundkeit, okay.

00:00:05: Ich stehe in meinem Blog...

00:00:10: Aber wie gesagt ich meine also ne?

00:00:12: Ich kann ja alles nachher verändern rausschneiden nochmal neu anfangen.

00:00:15: Ja aber es ist schon cool wenn man nicht schneidet.

00:00:17: Ähm

00:00:17: jaa aber siehst du das jetzt halt wieder dieses Typ ist schön ne?

00:00:21: Druckaufbauen?

00:00:22: Ja schon finde ich schon!

00:00:23: Nee ist nicht Druckaufbau.

00:00:24: Das Bock darauf haben dass einfach authentisch und echt hier ist und nicht geschnibbelt wird.

00:00:31: Wechsel

00:00:36: selber

00:00:36: ne?!

00:00:51: Ja, ihr merkt schon.

00:00:52: Wir sind schon mittendrin in der Podcast-Folge aber ich wollte jetzt noch mal hier ganz schnell sagen herzlich willkommen zum Podcast zwischen Kopf und Kreide.

00:00:58: und ihr habt es festgestellt heute ist Ferdi Stebner von der Uni Osnabrück zu Gast der vor allem oder unter anderem zum Selbstregulierten Lernen

00:01:07: forscht.

00:01:08: Und da wollte ich natürlich wissen was hat psychische Gesundheit mit selbst reguliertem Lern zu tun?

00:01:14: ja und wer Ferdikand weiß das wird sehr wissenschaftlich Aber auch angenehm entspannt und ziemlich reflektiert.

00:01:20: Ich habe eben auch ein paar persönliche Fragen gestellt, damit ihr auch den Menschen hinter der Forschung und

00:01:25: dem Uni-Alltag

00:01:25: ein bisschen mehr kennenlernt.

00:01:27: Aber danach sprechen wir zum Beispiel auch darüber wo eigentlich der Unterschied zwischen psychischer Gesundheit und Wohlbefinden liegt und warum das vor allem im Kontext von selbstreguliertem Lernrelevant ist.

00:01:36: Ja und sonst würde ich sagen es wird fundiert spannend und ich wünsche euch ganz viel Spaß!

00:01:45: Also ich sage jetzt erstmal grundsätzlich nochmal danke dass du dir die Zeit genommen hast.

00:01:50: Ähm... Du guckst mich so an.

00:01:54: Ich schnippe da eh noch mal was vor, ne?

00:01:56: Mit Einstieg

00:01:56: und so.

00:01:56: Ja klar!

00:01:57: Nein, das

00:01:58: war jetzt alles nicht ganz ganz gemeint.

00:01:59: Sie macht einfach so wie du magst ich.

00:02:02: Und ich gucke gleich auch vielleicht ein bisschen streger weil ich bin super konzentrierend für den Team.

00:02:05: Alles gut.

00:02:05: Das geht noch nicht so aus der Hüfte als das andere.

00:02:07: Eigentlich

00:02:07: würde ich jetzt gerne an dem Gespräch, was wir gerade hatten direkt anknüpfen.

00:02:11: Machen wir das.

00:02:13: Aber vielleicht passt es auch ganz gut.

00:02:15: Ähm, das frage ich immer.

00:02:16: Wo würdest du dich allen ordnen zwischen Kopf- und Kreidung?

00:02:18: Vielleicht kannst du da auch nochmal...

00:02:22: Also Kreide auf jeden Fall nicht, weil ich mag das wirklich nicht mit Kreide irgendwas zu machen.

00:02:27: Weil das geht an die Klamotten und irgendwie habe ich auch den Anruf.

00:02:29: Ich bin da ein bisschen allergisch gegen... ...ich bin auf jeden fall Kopf.

00:02:34: Weil erstens Kreide ist ein bisschen mehr Schule, ich bin etwas mehr Uni, Uni ist ein bissel mehr Kopf so könnte man das vielleicht schwarz-weiß sehen.

00:02:40: aber Und auch generell bin ich glaube ich Mensch der tendenziell mehr im Kopf aktiv ist und es gerne weniger wäre.

00:02:48: deswegen Kopf

00:02:52: Was reguliert dich am besten und am schlechtesten?

00:03:00: Also gut reguliert mich, wenn ich jetzt so einen Stimmung- und Nervensystem und sowas denke.

00:03:06: Momentan Klavier spielen.

00:03:07: also ich liebe es zu wissen Ich komme nach Hause.

00:03:10: der Gedanke an Zuhause Und abends frei haben Klavierspielen können ist ein fabelhafter Gedankel.

00:03:16: Der hilft mir unglaublich Gut mich zu regulieren und mich ruhig zu bekommen und vorfreudig gestimmt zu bekommen.

00:03:23: Kochen Aussicht auf gutes Essen Und wirklich der Gedanke und die Aussicht auf frei.

00:03:27: Also ich weiß, ich habe frei mit der gleichzeitigen Aussicht.

00:03:31: Ich weiß aber auch dass ich demnächst wieder Menschen treffe und nicht allein sein werde.

00:03:34: Aber hast du jemals frei?

00:03:35: Ja...und wie?

00:03:37: Das ist schon gut bei mir reguliert, dass ich am Wochenende üblicherweise eigentlich ganz frei mache.

00:03:43: Also zwingst ein Sonntag, Montag werde ich selbst nicht arbeiten.

00:03:47: Krieg ich gut hin?

00:03:49: Dafür sind die anderen Tage der Woche bescheiden?

00:03:52: Das ist wirklich so!

00:03:53: Aber ich kriege das schon noch einigermaßen hin.

00:03:55: aber deswegen strackele ich auch glaube ich.

00:03:57: Ich würde genauso streckeln in der Woche wenn man am Wochenend arbeitet weil ich bin überzeugt davon dass es immer relativ ist.

00:04:02: Man denkt ja immer so es geht nichts mehr und da kommt ein neues Projekt und es geht doch nochmal mit rein.

00:04:10: Aber ich versuche mit meinem Team auch hart daran zu arbeiten, dass wir wirklich klare Freihaben.

00:04:14: Und wenn ich heute Abend zum Beispiel nach Hause komme... Ach, heute Abend komme ich gleich nach Hause glaube ich!

00:04:18: Wenn ich nach Hause kommen dann mache ich eigentlich nichts mehr.

00:04:21: Also wenn ich aus dem Zug aussteige und ich bin zuhause ist es eigentlich auch frei.

00:04:24: Es kann sein, dass mein Kollege anruft und wir denken mal was nach aber das ich irgendwie bis Mittag noch E-Mails machen soll?

00:04:30: Nee in absoluten Ausnahmesituationen

00:04:32: nur.

00:04:33: Aber bist du im Zug dann

00:04:34: oder...?

00:04:34: Ja volle Pulle beste Zeit eine Stunde Zugfahrt ... für mich die wichtigste Zeit.

00:04:40: Ja, gerade morgens diese Stunde ist fantastisch.

00:04:42: Eigentlich könnte ich auch nach dem Hinfahren direkt wieder nach Hause fahren weil im Büro schaffe ich dann meistens nicht mehr viel... Aber diese Stunde Zugfahren ist fantastischer!

00:04:50: Und wie gehst du mit Zugverspätung oder Ausfeld dazu?

00:04:54: Nee, Verspätungen sind super aber da habe ich ja noch mehr Zeit.

00:04:57: Ich hab mein Leben den Tag eigentlich so organisiert dass Verspäetungen meistens okay sind.

00:05:01: also ich fahre so morgens das ich eigentlich den nächsten nehmen könnte und der könnte auch noch Verspädungen haben.

00:05:07: Oder wenn ich jetzt längere Reisen habe, reise ich einen Tag früher an und hab auch den Tag danach meistens nicht voll.

00:05:13: So dass das immer möglich ist also, dass sich nicht im Zug zu denken, oh!

00:05:17: Wenn das nicht klappt dann ist Holland in Not.

00:05:20: Und darüber hinaus haben da ein viertig Lebensjahre dazu dabei geholfen festzustellen, dass selbst wenn es mal so sein sollte, dass man was absagen muss die Welt nicht untergeht.

00:05:28: Ja, das stimmt Nee, Zugfahren ist für mich weg.

00:05:31: Zugfahren auch eine gute... Du hast ja gefahren nach Regulationen.

00:05:33: Zug fahren ist auch Regulation.

00:05:34: Für viele ja die andere Richtung, für viele ja Hass und Horror.

00:05:38: Ich bin am Wochenende nach München, nach Dachau, Zukunfts- und Stunde zu diesem Event gefahren Und dann sind das sechs, sechs fast sieben Stunden und ich lieb's!

00:05:46: Das ist einfach fantastisch.

00:05:48: Zum Arbeiten super, also zum klar denken und strukturiert sein oder so aber auch zum was Leben nachdenken rausgucken.

00:05:56: So Kontemplation und Mediation quasi im Moment sein.

00:06:00: Also Zugfahren ist wirklich für mich fantastisch.

00:06:02: ich lieb das und da bin ich wirklich Fan von ICE und IC fahren.

00:06:06: Ehe auch manchmal okay aber vor allem die weißen Züge und dieses Kontrolle abgeben und da ist jemand vorne drin der sorgt dafür dass wir die richtige Direkt den Gleise nehmen und die richtige Geschwindigkeit fahren.

00:06:15: Ich kann einfach abschalten, wunderbar!

00:06:17: Also ich habe gerade auch gedacht wenn du so in einem E-Sitz in so einem Vierer oder so oder um zwei dann ist das schon ein anderes Gefühl als wenn man im ICE sitzt.

00:06:25: Der Vorteil von mir der ich im Ruhrgebiet lebe ist ja dass ich Richtung Norden fahre, d.h.

00:06:29: er ist nicht so voll.

00:06:30: Ich muss nicht durchs Ruhrgebiet zu müssen, da ist es nicht ganz so schlimm voll.

00:06:34: Das ist auch okay und wenn man früh genug fährt ist es auch nicht so toll.

00:06:38: aber ja die weißen Züge sind cooler.

00:06:41: Wenn du an einer Hotelbar sitzt und jemanden neu kennenlernst, wie würdest Du Dich vorstellen wer bist Du?

00:06:47: Überraschenderweise ist das so dass wenn ich mich unbekannten Menschen vorstellen muss auch in Zoom und so.

00:06:53: Dass bei mir immer noch der Puls hochgeht.

00:06:54: Echt?!

00:06:55: Ja also ich habe immer noch... Oranitas!

00:06:58: Ja da können wir uns jetzt mal überlegen.

00:07:00: Oder legt ihr das mal?

00:07:02: Erstmal Feststellung es ist echt immer noch nach wie vor so, dass wenn Ich mich vorstelle hat man ja gar nicht die Reaktion gemerkt.

00:07:09: Das ist immer noch was mit mir macht.

00:07:11: Also ich schätze, es wird wahrscheinlich einer der Gründe sein.

00:07:14: Der meistens zieht wenn's um Prüfungsangst und Versagensängs und so.

00:07:19: also dieses nicht akzeptiert seien irgendwie... im Endeffekt ist das immer Liebe-und wenig Selbstwertschätzung.

00:07:26: Das ganz Schwarzweißes!

00:07:28: Weil du dich dann...du musst dich dann exponieren und dich preisgeben?

00:07:33: Also

00:07:33: ich merke einen Riesenunterschied, wenn ich Vorträge halte, wenn in einem Event auftrete bei dem ich weiß die Leute kommen unter anderem wegen mir.

00:07:43: Ich glaube, das ist bei Musikerinnen und Musikern ähnlich wenn die also ein Konzert spielen und die haben für das Konzett bezahlt.

00:07:48: Ist das anders als wenn du auf dem Festival auftrittst?

00:07:50: Wo du weißt es sind super heterogene Gruppen und da kann sein dass dann Leute vorne in der ersten Reihe stehen, die überhaupt nicht leiden können aber die bleiben in der Ersten Reihe stehen.

00:07:58: man hat ja jemand anderes auftreten.

00:08:00: Das denke ich auch und das wird so sein.

00:08:03: Es ist dieser Leistungsgedanke der war mir gepflanzt worden.

00:08:06: Schätze ich!

00:08:06: Ich weiß es nicht genau.

00:08:07: Da müsste ein Expert noch mal drüber gucken.

00:08:11: Das ist bestimmt auch eine Sache von Kontrolle.

00:08:12: Also ich habe das nicht gut unter Kontrolle.

00:08:14: dann, was dann abgeht und so... Und vor allem jetzt wahrscheinlich zur Gruppe gehören wollen Harmonie, Ruhe, Leichtigkeit.

00:08:20: Es ist mit neuen Menschen zu tun, wir haben immer ein bisschen Anstrenger als wenn man Leute schon kennt.

00:08:27: Ich merke auch dass es bei mir einen Unterschied macht wie erholt ich bin.

00:08:30: Deswegen kann auch diese Leichtigkeitskomponente damit reinkommen und Verbindung Fühlt das auch?

00:08:36: Wenn die Verbindung noch nicht so, wenn es eher ein bisschen künstlicher dann ist.

00:08:39: Es macht da einen Unterschied wie gesagt ob wir jetzt auftreten und die Leute wissen dass ich komme und sie kennen mich auch weil sich bewusst entschieden haben oder ob ich den pädagogischen Tag mache bei dem dreißigvierziv Prozent der Leute keinen Bock haben dass überhaupt heute was stattfindet.

00:08:51: Und ich bin eigentlich nur derjenige der die vom Korrigieren abhält oder vom Leben abhält.

00:08:57: Willst du die Frage dann überhaupt beantworten?

00:08:58: Wie war die Frage nochmal?

00:09:05: An der Hotelbar Ja, ich bin fertig.

00:09:14: Ich liebe es momentan Klavier zu spielen!

00:09:16: Leute das ist mein größtes Hobby.

00:09:17: Ich war ja früher Profisportler und habe gerne Sport gemacht aber das mache ich auch immer noch.

00:09:20: Aber Musik ist gerade unglaublich toll in meinem Leben Und ich hab Familie also Schwestern und Mutter und so auch im Ruhrgebiet Und ich habe Lehramt studiert und bin an der Uni in Osnabrück.

00:09:35: Ich mach Lehr-Lernenforschung Ich bin ab und zu damit ein bisschen auch unterwegs.

00:09:41: Und trink kein Alkohol, deswegen wird es vielleicht für manche unangenehm sein mit mir an der Hotelbar zu stehen weil wenn die mit sich nicht ganz im Reihen sind dann könnte's sein dass ich bei dir was Triggere.

00:09:51: Wenn die Alkohl trinken wollten und Spaß damit haben wollen werden die Leute mit sich fein sind dann wird das auch

00:09:55: klein.

00:09:56: Wir haben eben über Berufung gesprochen bzw... Für mich ist das immer das Warum?

00:10:00: Was ist dein warum?

00:10:02: Warum machst du all diese Dinge

00:10:06: Wie bei den meisten Leuten wahrscheinlich an jeder Gabelung des Lebens Zufälle, also das war nicht groß geplant was ich für eine Ausbildung mache.

00:10:15: Es war sogar irgendwann mal in meinem Leben habe ich meine Bewerbung für eine ausbildung geschrieben.

00:10:22: Dann hab' ich auch mal Vivi studiert im Semester und dann halt irgendwann Lehramt.

00:10:26: Das war aber alles Zufall weil ich nicht genau wusste was Sache ist.

00:10:29: es gab einen entscheidenden Moment.

00:10:31: da war ich elf glaube ich.

00:10:32: Da waren meine Mama und ich bei der Jugendfeuerwehr Und ich wollte eigentlich rein unbedingt, weil ich bin auf einem Hof groß geworden in Herden.

00:10:38: Da war der den Hof geerbt hat.

00:10:40: Der Bauer in Anführungsstrichen die hatten allerdings keinen klassischen Bauernhof mehr sondern nur Pferdestelle verpachtet.

00:10:47: Der war Berufsfeuerwehrmann.

00:10:48: also der war bei der Feuerwehr und deswegen war ich ab jungen Jahren immer bei der Feuhrwehr und ich wollte unbedingt zu Feuerwehr.

00:10:55: Ich würde es auch heute immer noch ganz gerne machen.

00:10:58: Und dann waren wir bei der Jugendfeuerwehre und ich wollt mich da halt... Meine Mama so, ja das ist der Fernjand.

00:11:02: Der würde gerne und dann sagt er den Mann damals Ja wie alt ist er denn?

00:11:05: Dann war ich zweieinhalb Monate oder so zu jung Und dann durfte ich nicht Die Leute haben... Ich hatte es in Erinnerung zumindest, ich weiß nicht ob's so war Die haben ein bisschen gelacht.

00:11:13: Man stand also vor der Gruppe und die haben ein bißchen Ausgleich Ah!

00:11:15: Und danach waren wir dann Zuhause aber klar, ne ich will nicht mehr zu Feuerwehr.

00:11:18: Und dann kam der Sport, dann war es halt Wolle bei Weil.

00:11:20: meine Familie war so Wolleyball-Familie Das wurde ihr auch ganz erfolgreich Aber auch halt irgendwie durch diesen kleinen Zufall.

00:11:28: Sonst wäre ich schon bei der Feuerwehr gewesen und dann hatte ich am Wochenende nicht so viel Zeit gehabt, ne?

00:11:32: Und so wurde es.

00:11:33: dann der Sport und dann durch den Sport war dann Schule irgendwann so mäßig also nicht super Abi gemacht.

00:11:38: dadurch waren auch nur ein paar Sachen möglich zu studieren oder zu lernen.

00:11:42: Dann habe ich das gemacht was der Kumpel David gemacht hat.

00:11:44: Ich weiß ja auch noch, damals habe ich recherchiert.

00:11:47: Kann ich den Erdkunden in Essen überhaupt studieren?

00:11:49: Dann sage ich so zu ihm aber kann man doch hier gar nicht studieren... Also der doch!

00:11:52: Ich hab mich auch gestern da drin eingeschrieben.

00:11:54: Aber das steht hier nicht.

00:11:55: und dann sagt er so hast du mal unter Geografie geguckt statt Erdkunner?

00:11:57: Ich sag ah ja stimmt das kann man machen.

00:12:00: also so viel zur Bildungsferne und Ahnung vom System.

00:12:04: Ach und so ging es an die ganze Zeit weiter alles durch Zufall.

00:12:07: und als dann irgendwann das so war dass sich in diesem System Wissenschaft steckte war ich im Flugzeug mit meinem damaligen Chef und er zeigte mir die Ausschreibung von Osnab Brück, von der Professor.

00:12:17: Und die durfte ich dann vertreten und habe mich auch darauf beworben weil das im System so ist wenn du drin bleiben willst musst ja dann das Schwierige mitspielen.

00:12:26: und jetzt bin ich drin.

00:12:27: und als damals der Ruf kam von der Frau Präsidentin hier vom Menzelriedl Der Ruf Kam über Brief hab ich dann gedacht okay wenn ich den Ruf bekomme also diese diese Chance bekomme dann versuche ich ein kleines bisschen was anders zu machen für systemen im System und nutze also dieses Privileg ein bisschen aus.

00:12:44: Und die etwas zum Teil zumindest alternative Sichtweise auf die Professur, auf Lernen und Lehren und so... Das ist der eine Grund.

00:12:54: das Nutzen und ein bisschen das System entwickeln und andere Sachen, die mich antreiben, ist Inspiration, neues Lernen Verbindung zu Menschen, Menschen verstehen.

00:13:03: Also warum verhalten die sich so?

00:13:05: Du warst ja auch schon im GFK Seminar hier bei mir in der Uni.

00:13:08: also das ist das mehr liebste Seminar weil da dieses Seminar ermöglicht zu verstehen wie so Menschen sich so und so verhalten und das finde ich ganz ganz spannend und das ist toll an diesem Job.

00:13:20: Ich find's mal krass dass diese Kleinigkeit dann anführend strichen dass bei der Feuerwehr jemand gesagt hat ist nicht irgendwie oder wir wollen dich nicht, oder wie auch immer.

00:13:28: Das dann dazu geführt hat dass du gesagt hast ich mache das nicht und das erinnert mich an meine eigene Geschichte weil die eben über Klavierspielen gesprochen haben.

00:13:36: bei mir war es als Kind wollte ich unbedingt Klavier spielen und da hatte ein Klavierlehrer meines Bruders gesagt ich hätte noch zu kleine Hände.

00:13:43: und dann habe ich gedacht ich hab einfach so kleine Händen deswegen kann ich niemals Klavier spiele.

00:13:47: und das ist halt so lange in meinem Kopf geblieben dass ich bis heute kein Klavier spiele.

00:13:52: also letztendlich könnte ja jederzeit immer wieder auch Klavier

00:13:55: anfangen.

00:13:56: Was hat dich denn daran gehindert, jetzt Feuerwehrmann zu werden?

00:13:58: Oder einfach zu sagen ich gebe das ja auf und werde jetzt Feuerwehren.

00:14:03: Also erst mal würde ich mich voll freuen wenn du mit dem Klavierspiel anfängst.

00:14:06: Ich habe auch vor einer Tatjana mit Anfang.

00:14:07: Das macht echt Spaß!

00:14:10: Als vorhin der Lüschstuch hier, der vorher aus dem Rück vorbeigefahren ist am Hegatorwald, hatte ich auch ... Ich kriege dann wirklich regelmäßig ... Ja Herr Gensauer, das wird übertrieben manchmal wirklich.

00:14:17: Weil Martin Zorn und die Fahnte als Team und retten jetzt Menschen.

00:14:21: Und das finde ich nach wie vor wirklich beeindruckend war.

00:14:23: Ich war die Tage bei meiner Mama, die beim Krankenhaus hat.

00:14:25: Da habe ich sie besucht und ich laufe die Treppen hoch und lauf einem Notarzt hinterher und denke so, oh, das wäre ein Job!

00:14:31: Also darauf hätte ich eigentlich Bock.

00:14:33: Medizin ist super spannend für mich und Menschen helfen.

00:14:37: Ich helfe auch hier Menschen ab und zu, kommen ja Studierende mit Struggles und dann beraten wir die hier oder ich fahre in Schulen oder Bezirksregierungen und so und unterstütze also irgendwie.

00:14:47: es ist ähnlich nur dass ich halt nicht so ein drei Schichtensystem habe oder Nachtschicht habe.

00:14:51: Das hat gut an dem Job das wir's nicht haben Und so weiter und sofort.

00:14:55: Aber warum ich das nicht gemacht habe, gute Frage.

00:14:58: Ich glaube vor ungefähr einem Jahr war ich mal kurz davor der freiwilligen Vollwende Nachricht zu schreiben.

00:15:02: Also die E-Mail war geschrieben aber ihr habt es nicht gemacht, ihr habt sie nicht abgeschickt.

00:15:07: Ich kann dir nicht genau sagen woran es liegt.

00:15:09: Mein Zeitplan ist ganz gut voll.

00:15:12: Und ich hab ein paar Sachen neben der Arbeit, die ich noch mache.

00:15:15: Sport, Musik und Menschen und so... Und deswegen, das wäre so ein Punkt nochmal der da wird irgendwas hinten drüber fallen.

00:15:22: Dazu bin ich gerade nicht so bereit.

00:15:24: darüber hinaus ist freiwillige Feuerwehr auch noch mal was anderes als berufsvoll

00:15:28: werden.

00:15:29: Das denke ich auch.

00:15:30: Mal gucken.

00:15:30: Frett ist es irgendwann soweit?

00:15:32: Und inwiefern würdest du dann sagen Auch als Kind beziehungsweise jetzt auch grade Würdest du dich als angepassten Menschen betitteln oder?

00:15:40: Dann verdrehst die Augen

00:15:43: Ja aber nicht weil die Frage durfte sondern Wenn du dir den Lebenslauf anguckst, würde ich sagen schon.

00:15:50: Also wenn ich darüber so spreche dann sage die eine Hälfte Bekannte sagen immer so ja jetzt hör doch mal auf.

00:15:57: aber wenn er das so nicht gemacht hätte auch nie so geschafft und hingekriegt Das ist richtig.

00:16:03: Und die andere hälfte sagt klar bist du entfremdet.

00:16:06: natürlich ist alles auch ein Stück weit nicht So wie bei vielen und bei den meisten Menschen denke ich klar zu verstehen.

00:16:16: Es ist ein Zeichen, es ist ein Zwangpferd

00:16:18: hier also Rettungswagen Pferd.

00:16:23: Also Zu sehr gehe ich nicht ins Detail, aber die Familie hat schon ein bisschen dafür besorgt dass man sich ein bisschen stark anpassen musste und sich auch von seinen Gefühlen trennen musste.

00:16:33: Und dann ging es mit dem Profisport los.

00:16:34: und Profisports heißt ohne Ende Anpassung und ohne Ende auch ein Stück weit Entfremdungen erleben weil der Sportler, die richtig was erreichen will Diese Sportlerinnen und Sportler, die müssen über Schmerzen hinweggehen.

00:16:49: Die brauchen eine Regelmäßigkeit in ihrem Trainingsplan.

00:16:52: da ist der Schmerz relativ.

00:16:55: also der Schmärz in der Achilles-Szene von im Spieltag muss ein Stück weit ignoriert werden damit ich die Chance bekomme um spielen zu können.

00:17:01: weil wenn ich dem Trainer sage Ich habe den einen oder anderen Ding Peitsch gleich weg dann und er sieht diese Saison vor Augen dann wird er mich wahrscheinlich nicht spielen lassen.

00:17:08: als junger Mensch willst du spielen?

00:17:10: Da denkst Du nicht an Übermorgen, da denkst du an das nächste Spiel gegen was was ich damals VfB Friedrichshafen der deutschen Massage sagt, da möchte ich Wolleball zocken.

00:17:18: Und wenn du dann eigentlich lernst du doch als Sportler oder als Sportlerin?

00:17:23: Wenn ich die Schmerzen missachte und dann darf ich spielen, dann kommt Applaus und Fame und mehr Geld.

00:17:32: Eigentlich leihen der Körper ja so Versuche, die Scherzen irgendwie zu unterdrücken und wegzupacken.

00:17:37: Das gehört dazu ist ein Stück weit auch das Leben Auch teilweise gut so und auch teilweise nicht.

00:17:45: Und das Unisystem selber, also der Job hier ist eigentlich ähnlich.

00:17:49: Also die Tatsache dass wir berufen werden und eigentlich keinen Arbeitsvertrag haben.

00:17:54: Dementsprechend also nicht stempeln und keine Arbeitszeiten haben.

00:17:57: Wir haben jetzt nicht hier vierzehn Stunden, die wir zu leisten haben.

00:17:59: Dann war es das.

00:18:00: Das würdest du auch in dem Job nicht schaffen führt auch dazu, dann hast du Leistungsvereinbarung.

00:18:05: Das heißt du musst eine gewisse Menge an Kohle reinholen und so viel veröffentlichen.

00:18:09: Das gibt Absprachen, daran orientierst du dich, wenn du dein Gehalt behalten möchtest.

00:18:14: Ich denke generell – das ist ja auch eine tolle Eigenschaft des Menschen -, dass man sich anpassen kann.

00:18:18: Wir passen uns alle dann und wannan damit wir miteinander gut zurechtkommen.

00:18:22: Das ist prima!

00:18:23: Im Übermaß ist es immer schlecht, also Stichwort Entfremdung.

00:18:27: Wenn ich mich die Schmerzen irgendwann nicht mehr richtig wahrnehme weil ich sie weg ignoriert habe in der Längerzeit Kann das dazu führen, dass man mal irgendwas im Körper kaputt geht oder dass es mir nicht mehr so gut geht?

00:18:36: Da sind wir auf dem Thema der Folge denke ich.

00:18:39: Und dann ist es irgendwann die Aufgabe und das war auch meine Aufgabe das zu erkennen.

00:18:42: und da habe ich zum Glück ein zwei Leute getroffen unter anderem auch Konstantin, die dann dazu geführt haben, dass sich etwas stärker darüber nachdenken weil er hat mich z.B.

00:18:49: damals die Frage stellt ja okay du sagst du willst zum Sport gehen.

00:18:52: möchtest du zum sportgehen weil du zum Sport willst weil du Bock aufs Sport hast oder weil du glaubst du musst zum sport gehen weil du eine Serie bedienst?

00:18:58: Und da habe ich auch gesäuft und die Augen verdreht, weil ich dachte, warum nervst du so?

00:19:02: Mach mal selber Sport quasi.

00:19:04: Und dann zwei Minuten später sage ich, nee, du hast recht!

00:19:06: Ich hab eigentlich gar keinen Bock jetzt noch zum Sport zu gehen.

00:19:09: Ich würde das nur machen, weil es mich danach gut fühle, was ich dann gemacht habe.

00:19:14: Wie gesagt wenn man etwas erreichen will... Musst es machen, musst du's machen.

00:19:20: Dann willst du das machen weil du möchtest ja den Muskelkater und brauchst die Hypertrophie oder eine Super Kompensation was da alles so in diesen Prozessen stattfindet dann brauchst du eine gewisse Rhythmik und Systematik dahinter.

00:19:31: sich aber zwischendurch zu fragen ist jetzt wirklich ein guter Zeitpunkt diese Art von Sport zu machen wenn man sehr müde ist oder wenn man gerade eigentlich etwas ganz anderes braucht um gesund zu bleiben ist dann schon sinnvoll.

00:19:41: also von daher sind die Aufgabe gewesen im späteren Leben und dass jetzt seit paar Jahren der Fall sich damit stärker zu beschäftigen, sich so ein bisschen zurückzunehmen.

00:19:50: Das ist auf jeden Fall meine Aufgabe und das erleben wir hier im Team.

00:19:53: Das lebe ich in den Seminaren bei den Studierenden weil du auch da schon merkst dass die teilweise schon ziemlich weit weg sind von sich und dann spielt Bafik und Leistung eine andere Rolle als das eigene Wohlbefinden.

00:20:04: Wie würdest Du psychische Gesundheit für Dich definieren?

00:20:09: Ja Gesundheit nochmal was anderes als Wohl befinden.

00:20:10: also für mich ist es nicht schwarz-weiß Ich sehe das oft nach Skala.

00:20:14: Also ich kann krank sein dabei immer noch auch gesund, also man hat ja immer noch gesunde Strukturen in sich.

00:20:19: Also es ist relativ ich sehe das immer auf einer Skala, selbst wenn ich was was ich Fieber habe dann bin ich soweit auf der Skala nach links dass ich eigentlich gerne Richtung mehr Richtung rechts möchte, also mehr Richtung gesund aber ganz gesund und weiß ja auch die genau ob man ganz gesund ist oder ob nicht irgendwas anders auch gerade abläuft in einem.

00:20:34: Und so müssen wir.

00:20:34: es kribbelt ja immer und juckt mal.

00:20:36: Also das ist für mich eine Skala, ich bin mal gesünder umal nicht so gesund... ...und da kann man was optimieren und manchmal ist man aber auch zufrieden.

00:20:44: Für mich die entscheidende Unterscheidung ist das zum Wohlbefinden.

00:20:46: also ich kann krank sein, mich trotzdem wohlfühlen.

00:20:50: Das weiß man ja auch von schlimmen Krankheiten sowas wie Krebs dass Menschen sich währenddessen auch während der Therapie z.B.

00:20:55: trotzdem wohl fühlen können.

00:20:56: Die sind trotzdem mit sich fein oder haben chronische Krankheiten.

00:20:59: Dass sie sich räumen oder irgendwie sowas und die kommen trotzdem gut zurecht weil sie gut eingestellt sind oder so.

00:21:04: Und das ist so eine Sache, die ich ganz gerne platziere und selber auch lebe.

00:21:09: Also Gesundheit ist das eine psychisch und physisch.

00:21:13: Habt glaube ich eine gute Sensibilität für den Körper durch den Profisport.

00:21:17: Weiß was kaputt ist, also mein rechter Miniskus ist kaputt seit... ...zweitausendzehn und der wird bald auch mal geschliffen werden müssen.

00:21:23: Also gehobelt werden müssen wir da flippen, so müssen wir es im Knie rum aber ich fühle mich trotzdem währenddessen wohl.

00:21:27: das heißt ich bin nicht ganz gesund oder nicht ganz unverletzt Aber Ich kann Fahrrad fahren schmerzfrei laufen schmerzen frei.

00:21:33: Kraftregen machen Schmerzen freie.

00:21:34: ich weiß aber Für den Knopel wäre es besser wenn wir demnächst Mal etwas machen.

00:21:37: fühl mich aber Währenddessen.

00:21:38: Wohles heißt also Wohlbefinden geht trotzdem gut Ja, und wie ich es so wohl befinden beschreiben würde.

00:21:45: Ich würde auf Gefühle, Emotionen und diesen Bedürfnisorientierungsblick nehmen.

00:21:50: Kumpel und ich, also Team und ich checken ab und zu ein beieinander über Sprachnacht und dann setzen wir mal zwischen null und zehn und sobald einer ab sieben sagt Runzel der andere schon mit der Stirn ob das denn überhaupt geht?

00:22:01: Und man

00:22:01: sich gut fühlen kann!

00:22:02: Stimmt das denn

00:22:03: wirklich?!

00:22:04: Aber das ist immer ein bisschen Spaß, das so ein bisschen zu machen... Ja, fühle mich vor allem die Unterscheidung zwischen Wohlbefinden und Gesundheit.

00:22:11: Und

00:22:13: was würdest du jetzt gerade sagen?

00:22:14: Skala von eins bis zehn Wohl befinden?

00:22:17: Wohl befinden... Als du vorhin reinkam, sagte ich ja, ich fühl mich bei Energie drei von zehn weil das Wochenende so anstrengend war oder toll war aber halt nicht so viele Erholungen implizierte und Anfang der Woche auch nicht wohlbefinden.

00:22:31: Das man beanstrengt auch immer sofort negativ, dass es assoziiert wird.

00:22:37: Das passt auch richtig gut zum Lernen mit dem Anstrengen.

00:22:40: Ich achte von zehn.

00:22:42: Just in diesem Moment, das wird aber nachher wieder anders aussehen.

00:22:45: Weil ich das hier gerne mache!

00:22:46: Aber du hast ja eben schon gesagt, acht geht ja fast gar nicht?

00:22:48: Na ja...

00:22:49: Ja, Tibon würde jetzt sagen, bist du sehr sicher?

00:22:54: Glaubst Du, du wärst als Schüler im heutigen Schulsystem gesund geblieben?

00:22:59: Wenn ich so drauf bin wie jetzt, ja Also wenn ich das wissen habe, was ich jetzt hab und die Kompetenzen habe.

00:23:05: Ja und ich würde es auch total gerne erleben Ich würde mir auch bewusst mit meinen Eltern gemeinsam die richtige Schule für mich aussuchen weil ich habe ja ein bisschen mehr Plan als kleiner Dutz Also das Jahr.

00:23:18: Und ansonsten ist es wenn ich jetzt also irgendwie was weiß dass ich zwölf dreizehn bin und nicht den Plan den ich heute habe dann wäre es natürlich sehr abhängig von dem Zufall welche schule ich wähle und welcher menschen da vor Ort arbeiten.

00:23:30: Also was für eine Schulform ist es, welche Schule an sich ist.

00:23:35: Wer ist die Schulleitung?

00:23:36: Was wird da gelebt?

00:23:37: Welche Lehrkraft bekomme ich?

00:23:38: Ich hatte in der Grundschule super Glück mit Frau Loran.

00:23:42: Grundschullehrkraft war lieber klasse, da bin ich auch gerne hingegangen.

00:23:45: Da wurden wir gesehen, da wurden wir unterstützt.

00:23:47: das war also wirklich ein wohliges Miteinander hat sich auf dem Gymnasium so ein bisschen verändert und da kam dann langsam die ersten Struggle auf und ein bisschen Rebellion und so.

00:23:55: letztendlich hängt es ja doch echt viel von Glück ab ob du die eine oder andere Lehrkraft bekommst und wie die Piers so mit reagieren.

00:24:02: und wie weit musst du reisen?

00:24:04: Verstehst ihr die Sachen auf Anhieb?

00:24:06: was liegt dir, was liegt denn nicht?

00:24:07: wirst du gesehen, wirst Du gehört?

00:24:08: Also selbst wenn du in Mathe in Deutschland nicht so gut klarkommen sehen Sport gut kann und wird das auch unterstützt.

00:24:14: Und ja, deswegen kommt auf an Glück und Pech ein bisschen.

00:24:21: Jetzt wollen wir heute ein bisschen über Selbstregulationen, selbstregulatives Lernen um psychische Gesundheit sprechen.

00:24:26: Ich möchte jetzt nicht unbedingt nochmal selbstregliges Lernen definieren weil da kann man einige Podcast folgen von dir hören.

00:24:35: aber erst mal als Einstieg so ein bisschen Was würdest du sagen, woran merkt man jetzt außerhalb auch von Schule im echten Leben?

00:24:42: Dass jemand schon

00:24:43: selbst

00:24:43: sich gut regulieren kann.

00:24:48: Also es ist nicht so einfach zu erkennen, weil das zumeist zumindest unsichtbare Prozesse sind, denn die Regulation läuft ja am Kopf ab.

00:24:59: Das sind strukturierte Gedanken, die ich da eigentlich habe.

00:25:03: Der Mensch der sich selbst reguliert hat in dem was er tut ein klares Ziel vor Augen Wenn das strategisch vorgeht, in der Strategie ist dadurch definiert dass sie eigentlich immer zielorientiert ist.

00:25:13: Das ist eine Schrittfolge, eigentlich so ne Handlungsequenz.

00:25:17: Also bin ich selbst reguliert weil ich das in das Ziel erreichen möchte.

00:25:19: dann gehe ich strategisch fort.

00:25:22: Und das kann nicht vielleicht im Verhalten erkennen.

00:25:25: wenn diese Person also was was sich erst Notizen macht bevor Sie anfängt zu schreiben oder die Macht sich warm Bevor sie anfängt to rennen oder die fragt erst nach, bevor sie loslegt mit der Aufgabe.

00:25:39: Das kann man dann so ein bisschen erkennen, da ist ja also eine Struktur drin.

00:25:41: Also irgendwie so Quenzen zu erkennen?

00:25:43: Oder wenn Sie einen Text liest hinterlässt sich Spuren.

00:25:47: Also wird irgendwas gesehen wie die markiert oder irgendwie sowas zum Beispiel, die sich selber Fragen stellt und so.

00:25:51: Stellt sie Fragen!

00:25:53: Zum Beispiel auch... Dann kann man das ganz gut erkennen.

00:25:57: Wenn man das nicht erkennt, müsste man nachfragen was machst du da gerade?

00:26:00: Das muss dann den Leuten wiederum bewusst sein weil es kann auch sein dass Menschen sehr sehr gut in der Selbstregulation sind.

00:26:05: das ist ja gar nicht so bewusst.

00:26:06: Weil wenn's ein hoch automatisierter Prozess ist weiß ich gar nicht anders von zu Hause aus kenne.

00:26:11: Dann mache ich das so und ich reguliere vielleicht sogar auch.

00:26:14: aber es sind viele Strategien schon tendenziell eher automatisiert Wobei man darüber diskutieren kann, weil wir eigentlich sagen würden Leute die sich selbst regulieren, die sollten schon ein bisschen mit dem Bewusstsein dabei sein.

00:26:25: Das widerspricht sich!

00:26:26: Weil wenn ich viel mit dem bewusst sein dabei bin und strategisch unglaublich gut durchs Leben gehe dann werden sich natürlich Sachen automatisieren und sobald die automatisiert sind kriegte ich gar nicht mehr mit.

00:26:35: Dann müsste ich wieder eine Frage gestellt bekommen um mitzubekommen dass ich da gerade irgendwas mache.

00:26:38: also man sieht das ist ein bisschen komplikated Und das ist wahrscheinlich auch ein Grund warum es in der Schule gar nicht so einfach ist das zu fördern weil's halt so sehr unsichtbar ist größtenteils und wir uns überlegen müssen, wie kriegen sie es sichtbar.

00:26:50: Das eine runde andere Rund ist weil Menschen das selbst selten beigebracht bekommen und dass wenn Sie's sogar machen, weil das Elternhaus zum Beispiel dafür gesorgt hat, dass man strukturierter durch die Welt geht um ein bisschen mehr Fragezeichen auch im Kopf also ab und zu mal nachfragen und auch selbst reflektiert so dann ist es den Leuten häufig nicht bewusst, weil es vielleicht nie so auf dieses Level des Bewussten gekommen ist Weil es halt automatisiert ist, das macht's herausfordernd.

00:27:18: Generell könnte man aber sonst sagen um die Frage zu beantworten Es sind tendenziell die in der Schule erfolgreicher sind Die die gesünder sind, die mehr Geld hinter verdienen.

00:27:25: Das sind die die hinter als Eltern mehr positive Parenting betreiben.

00:27:29: Es sind die den zufriedener und glücklicher im Leben.

00:27:32: Die verdienen mehr Geld Die gehen weniger Crime, Delicts und sowas.

00:27:39: wenn man das jetzt empirisch betrachten würde.

00:27:41: Das waren jetzt Ergebnisse dieser großen, neuseländischen Studie die zeigen, wenn Kinder in jungen Jahren schon gut darin sind sich selbst zu kontrollieren.

00:27:49: Die Länder Self-Control ist eigentlich so ein Teil von Selbstrelationen dann sind sie im späteren Leben weil sie die fünfzig Jahre bis jetzt begleitet haben in all den Punkten die ich gerade aufgezählt habe erfolgreicher und besser oder besser drauf.

00:28:02: Das hört sich auch so ein bisschen wenn man nicht das jetzt provokativ sagen würde nach Selbstoptimierung an nach.

00:28:07: Ich muss alles richtig gut perfekt machen, ich muss alles strukturieren und so weiter.

00:28:11: Also provokativ natürlich.

00:28:13: Und das hört sich dann ein bisschen kontraproduktiv zum Wohlbefinden und den Dingen an... Ja also ist es so oder ist nicht so?

00:28:24: Oh nein!

00:28:25: Also zwei Sachen.

00:28:26: erstens wenn wir darüber sprechen Und wir ziehen Theorien und Modelle und so, dann ist das immer eine vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit.

00:28:34: Das ist dedaktisch reduziert damit wir es verstehen, damit uns das irgendwie modellieren können.

00:28:39: Damit ich also als Lehrkraft oder als soziale Person weiß wo kann ich anpacken und unterstützen?

00:28:44: Damit diese Person nachher den Text erfolgreicher liest oder im Leben besser zurechtkommt.

00:28:49: Es ist einfacher dargestellt ums eben zu verstehen, aber das ist ein Punkt.

00:28:52: deswegen hat man auch ab und zu den Eindruck da wollen wir doch Maschinen produzieren die sollen so rhythmisch stark reguliert es durch die Welt geben, dann werden diese schon aushalten mit der schlimmen Welt und so.

00:29:04: Ja nee das wollen wir natürlich nicht weil die Welt also so wie ich lerne und dass ist hoch individuell wird bei allen von ganz vielen Variablen voraus und so weiter und sofort.

00:29:14: Nichtsdestotweniger helfen diese Modelle das zu verstehen können an einer Stelle inspirieren und dafür sorgen dass wir also erfolgreicher lernen oder gesünder durch die welt gehen.

00:29:22: Das andere Ding ist, du sagst das es irgendwie Paradox oder vielleicht auch ein Widerspruch.

00:29:26: Wenn ich also das Leben genießen möchte und im Moment stecken will dann darf ich ja nicht zu seinem Kopf sein alles planen und da sage ich so ne glaube ich nicht weil er spontan zu sein braucht einen Rahmen.

00:29:37: Ich kann nicht spontan sein wenn mein Terminkalender rappell voll ist Und ich möchte zugleich alle Termine bedienen Dann kann ich nicht auf einmal in Urlaub fahren.

00:29:46: Wenn ich nicht annähernd einen Rahmen habe um malerisch kreativ zu sein, also ich hab keine Stifte.

00:29:52: Nichts zumal gar nichts!

00:29:54: Dann ist es bedingt möglich kreative zu sein.

00:29:56: Spontan sein, kreatives sein das sind so indirekte Varialen.

00:30:00: die kannst du eigentlich kaum direkt beeinflussen und fördern.

00:30:03: Ich brauche einen Rahmen dafür.

00:30:05: den kann ich mir herstellen.

00:30:06: Wir hatten lange Diskussion mit Lehrkräften und Experten im Bereich Musik, Sport, Kunst.

00:30:12: Weil wir die Selbstregulation da auch ein bisschen rein tragen wollten weil wir sagen es ist eine fachübergreifende Kompetenz Die hilft diesen Fächern Und dann wird ab und zu das Ja wenn doch Flow entstehen soll und originelle Arbeiten stattfinden sondern muss doch das frei sein und man kann doch nicht so hart reguliert ran gehen.

00:30:30: Das ist richtig, aber für dieses Freisein brauche ich eben den Rahmen.

00:30:34: Also wenn ich wirklich mal entspannen möchte dann muss ich mir leider einen Rahmen herstellen und womöglich ist es heute noch wesentlich wichtiger und komplexer als es jemals der Fall war weil dieses Handy in der Hose ständig vibriert um mich davon abhält in so ein Flow zu kommen also in so einen Rauschzustand zu kommen bei dem Anspruch und meine Fähigkeiten sich super treffen.

00:30:54: Handlung um der handlung will die eigentliche idee des spielens ja das geht nicht wenn ich ständig abgelenkt werde.

00:30:59: Das heißt also, Ich muss mir den rahmen herstellen oder ich möchte mir einen rahmen Herstellen und dass ist eine frage von selbstreaktion.

00:31:04: wenn ich also sage ich habe Bock auf Klavier zocken Und ich möchte das stück von ein naudi Una Martina Lernen zum beispiel weil ich möchte übermorgen meine familie kommt würde ich gerne vorspielen können und ich hab jetzt noch so viel zeit Dann kann ich das planen.

00:31:21: Ja, ich möchte irgendwas kreativ... Aber ich brauche den Rahmen dafür!

00:31:23: Ich muss braucht Zeit?

00:31:25: Ich überlege mich vielleicht sogar wie ich da rangehe und dann sage ich jetzt habe ich zwei Stunden den Rahmen gebaut Und dann lasse ich das auch langsam mit der Selbstversion und gehe einfach rein und probiere aus und mache und tu.

00:31:35: Andere Expertinnen und Experten würden vielleicht sagen Alles was du tust ist doch immer eine Frage von Selbstrelation oder von Zielsetzung.

00:31:42: Wenn Du irgendetwas machst hast Du immer einen Verfolgst Du immer ein Ziel.

00:31:46: Also selbst wenn du zum Sport gehst oder du triffst einen Partner, eine Partner und selbst wenn Du Liebe machst verfolgst ein Ziel.

00:31:53: Und das können manche besser, es können manches schlechter und dementsprechend würde ich sagen ist kein Widerspruch sondern bedingt sich trotzdem was Ich schön finde auch für mein Leben und für das Leben aller anderen Menschen das können Manche besser manche schlechter dass sobald du dir den Rahmen hergestellt hast Du hast dich also verabredet, du sitzt am Klavier, du fängst an zu malen Das dann der Kopf nicht so polt hat und du nicht ins grübeln gehst oder alles überdenkst und immer unzufrieden bist mit dem strich den du gerade gezogen hast dann wäre es schön wenn du in der lage wärst das weg zu regulieren.

00:32:23: wenn deine gedanken also einfach flowten also einfach fließen lässt

00:32:26: so ne genau.

00:32:28: aber dann ist ja eigentlich grundlage für diese selbstregulation und selbstregulatives lernen dass ich mich selber kenne dass sich weiß wie ich funktioniere wie mein nervensystem vielleicht auch funktioniert was ich brauche meine Stressbewältigung, also all das was ja im Grunde meiner Meinung nach auch psychische Gesundheit dann einem zieht.

00:32:53: Ja man kann unterscheiden die generelle Selbstredaktion und hast du gerade, da geht auch ein bisschen in Richtung Nervensystemen und so Awareness und Bewusstsein.

00:33:01: Also die Leopoldin hat in der Stellungnahme diese beiden Bereiche eigentlich aufgemacht, also Allgemeine Selbstreduktion und die beim Lernen.

00:33:08: Die Selbstregulation beim Lernen, nennen wir selbst reguliertes Lernen oder im Englischen Self-Regulated Learning.

00:33:12: Das ist ein gut erforschter Forschungsbereich also einer der besten im Bereich der Selbstrelationen, also sie beim Lern.

00:33:18: Genau und die Allgemeine würde heißen Ich stelle fest wie es mir geht.

00:33:23: Also ich weiß wo ich bin und ich weiß wohin möchte, ich möchte mich anders fühlen.

00:33:26: Also ich wache morgens auf, ich bin ein bisschen melancholisch irgendwie drauf und vielleicht ein bisschen auch deprimiert sogar.

00:33:31: Aber ich möchte, also ist mein Geburtstag.

00:33:33: Ich will heute feiern und frei und frisch und so weiter und so fort.

00:33:36: Und ich weiß... Wenn ich früh ein Glas Wasser trinke und wenn ich direkt Mensch treffe meinen WG-Mitbewohner zum Beispiel und wir können quatschen und so oder ich gucke mir ein witziges Video von irgendeinem Comedian an oder ich gehe eine Runde spazieren draußen, nehme den Hund mit

00:33:49: usw.,

00:33:51: das ist jetzt alles fiktiv in meinem Leben.

00:33:53: Dann führt es dazu dass ich eigentlich besser drauf bin als Emotionsregulierung.

00:33:58: Und dafür muss ich natürlich wissen, wie möchte ich drauf sein?

00:34:00: Da brauche ich auch Strategien.

00:34:01: Also dieses Rausgehen mit dem Hund oder mit Leuten sprechen oder über was Schönes nachdenken... Das ist etwas Strategisches.

00:34:08: Es gibt Bereiche.

00:34:09: Er ist spirituell angehaucht.

00:34:10: Was weiß ich?

00:34:11: wenn wir so ein bisschen im Buddhismus unterwegs sind Die würden ja auch sagen Setzt sich aufs Bett Lechle!

00:34:17: Sagt dir gute Sachen auf.

00:34:18: Manifestiert das?

00:34:20: Das ist letztendlich auch strategisch Ja und wenn wir, wir kognitiven Leute.

00:34:23: Wir würden halt sagen Wie geht's ihr?

00:34:27: Wird es sich besser führen?

00:34:28: Gut, gehe ich strategisch ran.

00:34:29: Ja jetzt kann das Lächeln in der Strategie sein.

00:34:31: Superman-Pose weiß man aus empirischer Forschung.

00:34:33: wenn du dich paar Minuten mit Superman pose hinstellst oder wenn nur noch lächelt dann sagt er sagen ein paar Nerven dafür die werden aktiviert und dann sollte es dir eigentlich ein bisschen besser gehen weil die entsprechenden Hormone und so weiter und sofort.

00:34:44: Also es ist die allgemeine Selbstrelation, strategisches Rangehen ein bisschen gucken wie geht's mir?

00:34:50: Wir fangen ja hier in Osnabrück gerade ein bisschen an die Bedürfnisorientierung damit zu verknüpfen weil du kennst das aus dem GFK Seminar noch.

00:34:57: ich erinnere mich an Georg Milzner der definiert die Selbskompetenz als Kompetenz oder Zfähigkeit Die eigenen bedürfnisse in sich wahrzunehmen Und auf harmonische Asenweise zu erfüllen.

00:35:07: also Ich bin dann in der Lage Ja, ich merke was brauche ich?

00:35:10: zum Beispiel Ruhe?

00:35:12: Ich war auch ein bisschen nervös vom Gefühl, ich brauche Ruhe.

00:35:15: Das ist das Bedürfnis was leer ist.

00:35:17: und dann ist die Frage wie kriegst du ihn erfüllt?

00:35:19: Kriegst alleine hin?

00:35:20: Braucht er für Menschen?

00:35:21: Bin ich extravertiert?

00:35:22: Brauch ich Menschenfelder zu um Ruhe zu kriegen in mir?

00:35:25: Ich brauche meinen Schatz und muss den umarmt und so ein bisschen... Die ist das anernaß.

00:35:29: oder muss ich allein sein weil ich eher introvertiert bin.

00:35:32: Das heißt also ich ziehe dann langsam irgendwelche Strategien, um das erfüllt zu bekommen.

00:35:38: Das macht absolut Sinn da diese Bedürfnisse mit dran zu knüpfen weil man kann davon ausgehen dass da ja vieles von ausgeht und beim Lernen ist es genauso leichter wenn wir uns angucken die selbst Regulationen beim Lern Haben.

00:35:52: Überschnitt, weil auch beim Lernen ist natürlich die emotionelle Verfassung richtig.

00:35:55: Also wenn ich morgens aufwache und ich habe eine mündliche Prüfung ob ich bin highly depressed dann ist das vielleicht nicht ganz so gut außer bei mir.

00:36:02: Ich merke bei meinen Vorträgen Wenn ich morgens eher deprimiert aufwachend ruhig bin tare ich hinter besser vor als wenn ich aufgedreht bin und super gesprächlich bin.

00:36:09: Dann sind die vorträge meistens Ich overpace ein bisschen.

00:36:13: da falle ich mich selbst nicht mag ich nicht.

00:36:15: Ich trage lieber vor wenn es mir nicht gut geht quasi Und dann geht es mir während des Vortrags irgendwann besser.

00:36:20: Das habe ich gelernt, das weiß ich also auch beim Lernspiel eine Rolle aber beim Lernspiel natürlich noch so konkretive Strategien, größere Rolle die damit Gesundheit vielleicht erwähnen jetzt zu tun haben.

00:36:30: Ich hatte gerade nochmal den Gedanken dass selbst reguliertes Lernen ein totales Privileg ist weil... ...ich ja auch schauen muss was hab' ich überhaupt für Ressourcen?

00:36:39: Was habe ich für die Umwelt auch?

00:36:43: Ja auch soziale Ungleichheit grundsätzlich.

00:36:45: und wie können wir schaffen dass nicht nur Schülerinnen, sondern auch Lehrkräften allen Menschen sozusagen das Zugehämlich gemacht wird.

00:36:58: Ganz wichtige Frage!

00:36:59: Danke dafür vor allem vor dem Hintergrund der neuen Studienergebnisse.

00:37:03: UNICEF hat vor ein paar Tagen was rausgebracht und noch mal gezeigt, dass das Wohl befinden und die schulischen Leistungen aber da wissen wir es ja durch PiSOM-Kurren.

00:37:12: Vor allem auch das Wohl befinden durch den sozial ökologischen Status des Elternhauses mit beeinflusst wird.

00:37:20: Also es macht einen Riesenunterschied, ob Menschen tendenziell in Armut aufwachsen oder eben nicht ganz so in anführendschlichen Bildungs nahe.

00:37:29: Es macht ein riesen Unterschied, ob sie's tun und ob sie das eben nicht tun.

00:37:31: Die Leute die also im Haushalten groß werden akademisch etwas näher ausgewählt sind.

00:37:39: Also Mama ist Ärzte, Papa ist Oberstudiendirektor am Gymnasium.

00:37:44: da ist die Wahrscheinlichkeit größer dass die Kinder erfolgreich sind in der Schule und die Wahrscheinigkeit ist auch größer.

00:37:49: das ist ein bisschen überraschend, eher überraschen, dass es denen auch besser geht im Schnitt.

00:37:54: Da wird auch ab und zu Pressure sein und vielleicht nochmal eine andere Art von Anpassung und da wird was von mir erwartet.

00:37:59: aber im Gro zeigen die Studien das tut schon gut was das Wohlbefinden angeht.

00:38:04: Und dann ist da ein bisschen die Frage, warum.

00:38:05: Also warum ist das so?

00:38:06: Warum führt Armut wenn wir jetzt sehr extrem vormnehmen dazu dass Menschen in der Schule nicht so erfolgreich sind oder halt auch was das Wohlbefinden, was die Gesundheit angeht und nicht ganz so optimal.

00:38:16: Da gibt es mehrere Gründe.

00:38:18: Das eine ist Versorgung also gesundheitliche Versorgungen Oder auch Versorgungsmaterial angeht Also anderes Versorgen im Sinne von wann kriege ich Unterstützung gesundheitlich.

00:38:29: Dann werde ich mal gefragt wie's mir geht.

00:38:33: Geht jemand mit mir zum Arzt oder zu Ärztin?

00:38:36: Und beim Lernen macht mit mir die Schulaufgaben, oder die Hausaufgabe.

00:38:39: Oder lernt mit mir für irgendeinen Test oder so was.

00:38:42: Das ist das eine, also die Unterstützung und die Ressourcen, die wir haben.

00:38:46: Also was können wir uns leisten?

00:38:47: Können wir am Wochenende ab und zu mal irgendwo hingehen wo Anregungsstärke starke Umwelten sind?

00:38:51: Also können wir ins Museum gehen?

00:38:52: Könnten wir uns ein Kinofilm angucken oder sitzen halt zu Hause und tun es nicht... Das sind auf der einen Seite so Beispiele, auf der anderen Seite sind es Vorbilder.

00:39:04: Also sehe ich meine Eltern überhaupt oder andere Erwachsene?

00:39:08: Kann ja auch irgendwie Babysitter oder Kindermeter oder Kinderjunge sein.

00:39:12: Im Sinne von da sind Menschen die mir eine Struktur vorleben... Und das ahme ich nach.

00:39:17: Also, ich erkenne, dass es immer gibt, die man vorher und währenddessen und danach... ...und abends danach sprechen wir auch darüber.

00:39:24: Das wird so eine Reflexion und zum Beispiel sowas angebahnt.

00:39:27: Das sind solche Möglichkeiten und das wird auch über Gefühle zum Beispiel gesprochen.

00:39:31: also sowas wird überhaupt gemacht in einer Sprache, die ich gut verstehe und so weiter und sofort.

00:39:38: Wir sehen aber generell kann man das bei allen fördern.

00:39:42: Also wir haben selbstforschungen durchgeführt und haben herausgefunden, weil wir diese Sorge hatten dass wenn wir das jetzt auch noch in der Schule fördern die Selbstrelation ist dann erst recht die profitieren dieses eh schon gut können.

00:39:52: Man nennt es ja Matthäus Effekt oder dieser Scheren Effekt der also aufgeht.

00:39:55: Das heißt die dense schon gut geht die profitiert noch stärker von so Fördermaßnahmen.

00:40:00: Da haben wir aber herausgefundet Wenn man relativ früh anfängt Wir haben es in der fünf untersucht da entwickeln die sich gleich stark.

00:40:06: also wir haben immer Vorteile beim weiblichen Geschlecht was diese Selbstsolution angeht, das können die besser als die mit dem Männlichen.

00:40:13: Die sich zumindest männlich zuteilen und zuordnen.

00:40:17: Und wir haben auch immer einen Effekt vom sozioökonomischen Status meistens zumindest dass sie halt eben das Besser können, die auch einen höheren socioökonomischer Status haben.

00:40:27: Wir haben auch kompletive Fähigkeiten, die damit ab uns zu korrelieren und so.

00:40:30: Aber wenn man es fördern sehen wir eigentlich ist recht unabhängig davon.

00:40:33: Wir haben jetzt zuletzt eine zweite Studie durchgeführt wo wir es nicht wo wir nicht in der Intervention durchgeführt haben, sondern an den sechzehnten Gesamtschulen geschaut haben wie sich das entwickelt ohne Intervention.

00:40:42: und auch da hat die weitere Entwicklung ab der fünf unabhängig all dieser Variabeln stattgefunden.

00:40:48: Also Mädchen waren besser in der Fünf schon?

00:40:51: Die waren auch in der sechs immer noch besser aber sie sind nicht noch viel besser geworden.

00:40:57: Und sowas bei allen anderen Variablen eben auch.

00:41:00: Das heißt man kann es beibringen und so sollte man natürlich auch und da sollte man auch darüber nachdenken vielleicht eher einen sogenannten kompensierenden Effekt zu verfolgen.

00:41:07: Also wir haben vorhin von diesem Matthäus-Effekt gesprochen, das ist ein sozusagen der Enhancer.

00:41:12: also da wird noch was verstärkt.

00:41:14: Da sind schon welche gut und es wird noch verstärken.

00:41:17: Wir sollten natürlich eher gucken ob wir es kompenserend hinbekommen, dass die, die davon weniger von Zuhause aus mitbringen, dass wir es da nochmal etwas intensiver unterstützen.

00:41:25: Das ist auch zum Beispiel was ich heute Morgen im Zug gelesen habe.

00:41:28: Es ist ja ganz frisch rausgekommen, die dann sagen, da muss mehr Geld rein!

00:41:32: Dann wird man jetzt sagen, ja statt Chancen geht doch in die Richtung.

00:41:35: Ja dann weiß ich nicht ob statt Chans so auf Gesundheit blickt und auf die Selbstregulation da könnte man wahrscheinlich eher sagen noch zumindest nicht.

00:41:42: also Ich bin demnächst im Potsdam und quatsch mal mit einem anderen die das daran aber ich glaube noch haut es nicht so richtig hin müsste man dann aber machen geht auch ist intensiv ist nicht einfach weil selbst Regulation im Schulalltag oder auch in der Uni noch nicht gut genug angekommen

00:42:00: ist.

00:42:01: Ja und ich würde auch sagen, das ist ja auch dann ein Paradoxon.

00:42:04: In dem Sinne dass Lehrkräfte die in den Schulen gehen und eigentlich den Schülerinnen das beibringen sollten... ...das selber ja gar nicht gelernt haben uns auch nicht können und dementsprechend ist es natürlich auch schwierig das entweder fortzuleben das beizubringen usw.. Das heißt klar ihr müsstet an der Uni schon anfangen jetzt?

00:42:23: Das macht er ja auch.

00:42:24: aber also Ich beobachte nicht Jetzt unbedingt.

00:42:29: natürlich habe ich auch nur eine kleine Bubble Aber natürlich kennen schon viele diesen Begriff, aber sich damit mal wirklich auseinandergesetzt zu haben und das auch zu integrieren ist glaube ich noch dauert solche Systeme dauernd ja auch.

00:42:41: Und klar lehrkräfte reproduzieren ja auch ihre eigenen Erfahrungen

00:42:43: usw.,

00:42:44: aber wie schafft man dass das noch mehr und besser und einzubringen?

00:42:51: Ja also ich stimme bei allem zu und es ist komplex wie bei jeder Innovation, ob bei allem was irgendwie neu ist selbst wenn das Thema ja nichts ist doch nicht nichts Besonderes und auch Nichts Neues.

00:42:59: Also die Selbstverständnis spielt immer eine Rolle, war schon immer wichtig.

00:43:02: aber wenn ich jetzt systematisch fördern möchte das ist was besonderes.

00:43:05: also wenn sich die Schule wirklich auf den Weg machen soll oder die Uni das mal richtig systematische reinzufädeln.

00:43:11: Ich habe gestern ein Interview gelesen der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen Bismarck und da haben sie mit dem Spektrum.

00:43:17: Verlach hat so einen Interview durchgeführt unter Herr Volker Franken.

00:43:19: Der Schulleiter hat so erzählt wie die es angehen gerade.

00:43:21: ich denke so Mensch Volker Klasse!

00:43:23: Die waren in drei Drittmittel Preuten von uns ... in drei.

00:43:27: Und jetzt merken wir so, aha!

00:43:29: Es ist drin.

00:43:30: Also da ist ein absolutes Verständnis jetzt da und die weben das ab der fünf richtig gut rein... aber es waren drei große Drittmittelprojekte, in denen sie mitgemacht haben.

00:43:38: Das ist echt nicht einfach weil der Betrieb läuft ja während innoviert werden muss.

00:43:44: also erst mal als absolut verständnis für Schulen.

00:43:49: das so umzusetzen und reinzuholen, eben weil man das selbst womöglich auch gar nicht gelernt hat.

00:43:55: Und einem das gar nicht so bewusst ist wie wichtig das ist Man hat selber erlebt wie wichtig es ist im Mathe zurecht zu kommen oder ein Sprach mit lichen Fächern und gute Noten dazu bekommen.

00:44:04: Das hat man selbst erlebt.

00:44:05: und dann ist natürlich auch die Priorität eins womöglich darauf zu achten wenn man selber erlebt hat Wie ist das?

00:44:11: Wenn man gut oder schlechte Noten schreibt in Mathe zu Recht kommt oder eben nicht Verständlich und dass mit der Selbstregulation wird auch hier da schon mal erlebt haben.

00:44:19: Die Frage ist halt nur, wie bewusst... Wie bewusst ist uns das?

00:44:22: Und jetzt gerade die Smartphones, die helfen.

00:44:24: aber deswegen eigentlich müssen wir den Smartphones dankbar sein weil sie zeigen grade an, wie wichtig die Selbstregulation ist um überhaupt zurechtzukommen im Leben.

00:44:31: und viele Struggeln und es ist ja eigentlich die Lupe!

00:44:35: Auf dieses Thema, weil auch jetzt inzwischen sitzen mir die Leute in der Bezirksregion im Plenum und nicken alle.

00:44:41: Wenn ich sage das ist durchaus womöglich wichtig.

00:44:44: Ich würde ja niemand zu diesem Thema bekehren aber dann nicken die so, weil sie selber merken erklärt auch dir was Bimmeldinge in der Hose also das Handy oder Smartphone und das lenkt die vom Leben ab und vom Arbeiten und so.

00:44:55: Und da merken die das ist Selbstregulation ist nichts anderes.

00:44:57: Also davon damit zurechtzukommen ist größtenteils Selbstreglation wohlwissend dass die Fremdreglation eine viel wichtigere Rolle spielt als die Selbstregulation, weil du kannst noch so gut in der Selbstregulierung sein.

00:45:08: Wenn die Systeme bei dir Abhängigkeit erreichen wollen oder dir schlimme Inhalte vermitteln wollen, dann schaffen wir das!

00:45:16: Dann wird es ganz schwer für uns da nicht daran teilzunehmen und das nicht zu erleben.

00:45:20: Das ist also auch klar.

00:45:21: deswegen will ich uns Menschen und vor allem die jungen Menschen und deren Selbstsituation in Schutz nehmen.

00:45:25: Es ist die Aufgabe der Erwachsenen manche Dinge wegzuregulieren, weil das geht einfach nicht.

00:45:29: Das kann's einem Kind nicht zeigen wie eine Katze im Mixer gesteckt wird oder was weiß ich?

00:45:35: Die andere große Frage, die man sich aber in diesem Bereich stellen muss und ich bin gar nicht sicher ob ich jetzt den letzten Gedanken zu Ende geführt habe.

00:45:44: Wo setzen wir an mit dem Paradigmenwechsel?

00:45:46: Also wo fängt man dann?

00:45:47: Wir wissen aus der Forschung es macht schon Sinn wenn die Menschen das selbst ganz gut können wenn sie es vermitteln sollen also wenn die selber tendenziell gut im selbst regulierten Lern sind.

00:45:57: die Lehrkräfte dann fördern die das mit einer höheren Wahrscheinlichkeit.

00:46:02: Das wissen wir, muss denn der Lehrkraft das können selber um es zu vermitteln?

00:46:07: I don't know.

00:46:08: Muss eine Lehrkraft mit dem eigenen Smartphone-Konsum vollkommen im Reihen sein dass selbst gut können um diese Medienkompetenz und diese selbst regulierte Mediennutzung bei Schülerinnen und Schülern zu lehren?

00:46:19: I Don't Know!

00:46:21: Muss die Fußballerin gut gewesen sein damit sie später eine gute Trainerin ist?

00:46:26: We don't know.

00:46:27: Es gibt Beispiele aus der Bundesliga im Fußball, da ist das nicht der Fall.

00:46:30: Da waren die Trainer super erfolgreich und die Trainerinnen waren aber gar nicht so erfolgreich als Spielern.

00:46:35: Aus Erforschung im Selbstregel lernen wissen wir es ist schon hilfreich.

00:46:38: Aber wo setzen wir an?

00:46:39: Und dann sagen wir eigentlich Lass uns möglichst früh ansetzen In Kita und Grundschule, da den Unterschied zu machen Ja dann dauert das dreizehn vierzehn fünfzehn Jahre bis sie dann in die Uni kommen Die Menschen und dann vielleicht auch sich für ein Lehramtsstudium entscheiden.

00:46:56: Sollten wir deswegen bis dahin alle anderen vernachlässigen?

00:46:58: Nein.

00:46:59: Aber um das wirklich flächendeckend reinzukommen, deswegen erst recht in die jungen Jahre reingehen und dazu unterstützen auch vor dem Hintergrund dass natürlich junge Menschen wesentlich besser in der Lage sind ihre Lernverhaltensweisen dementsprechend lebensdienlich aufzubauen, weil sie noch nicht so viel was lernen gelernt haben wie ältere Jahrgänge.

00:47:22: Wenn die einmal etwas fest verankert haben wird es schwierig neue Verhaltensweisen aufzubauern und die Alten zu ignorieren.

00:47:35: Also letztendlich psychische Gesundheit und selbst reguliertes Lernen ist quasi geht Hand in Hand würde ich sagen.

00:47:46: oder siehst du das anders?

00:47:50: Ja, je nachdem.

00:47:51: Also es ist facettenreich also ich kann hoch selbst reguliert werden.

00:47:54: Also wenn wir das wirklich jetzt von der Theorie her ausgehen dann sagen wir ja klar Dann haben die einen guten Blick auf sich dann wissen sie auch wann sie mal nicht regulieren und man sich gehen lassen.

00:48:02: Also wenn uns nicht übertreiben was man auch worauf man immer hinweisen sollte ist eine Überregulation is not good Es ist not healthy.

00:48:11: also wenn Ich nur am Plan bin Wenn ich nur mich am regulieren bin und immer wieder reflektieren alles in fragestelle Da sehen wir auch in manchen Studien, das ist auch korreliert mit Depressionen.

00:48:21: Das ist nicht so gut weil es verlässt vielleicht auch irgendwann das Ziel gerichtet hat und dann ist es eher ein Grübeln als... Dann ist das allerdings auch nicht mehr selbst Regulation.

00:48:29: Es sollte alles im gesunden Rahmen stattfinden.

00:48:31: wenn das der Fall ist, dann ist das nützlich und hilft der Gesundheit absolut.

00:48:36: Weil stell dir vor also auch therapeutische Ansätze.

00:48:39: wenn Leute in Verhaltenstherapie-Gesprächstherapien bekommen Dann wird ja meistens geschaut, also wo struggles du gerade?

00:48:47: Woran könnte das liegen?

00:48:47: aber dann vor allem welche Strategien könnten hilfreich sein in der nächsten Zeit um dir.

00:48:52: Das ist an sich genau das gleiche.

00:48:54: Also ich stelle fest mir geht so Ich werde jetzt diese gelernter Strategie mal an und ich versuche es auch durchzuführen Um dann dahin zu kommen dass es mir wieder besser geht.

00:49:02: mental deswegen Ja Es ist related auf jeden Fall ja

00:49:07: Ich habe jetzt nochmal...ich musste gerade nochmal kurz darüber nachdenken Aber ich hatte jetzt noch einmal ein bisschen dieses.

00:49:13: Also es ist ja belegt, Beziehungen wohl befinden.

00:49:17: grundsätzlich fördert einfach Herr Lern.

00:49:18: Das heißt aber auch beim selbst regulierten Lernen mache ich das ja auch sehr viel mit... also ich selber plane, ich selber reguliere mich selber und so weiter dann fällt ja diese Beziehungsebene möglicherweise mehr oder mehr weg.

00:49:32: außer ich habe natürlich eine Kurregulation, außer ich hab diese.

00:49:36: zum Beispiel Coachings gibt es ja ganz viele in vielen neuen etwas neueren Schulen, dass man immer wieder auch sagt kommen wir setzen uns zusammen und schauen uns das an.

00:49:43: Und haben dann noch eine Möglichkeit da dran zu steuern.

00:49:51: Was gibt es dafür für Studien?

00:49:59: Ich denke auch da sind wir ein bisschen im Mythenbereich.

00:50:01: also selbst reguliertes Lernen oder Selbstreaktion generell würde bedeuten ich lerne alleine ist nicht korrekt.

00:50:07: weil Selbst wenn du jetzt von Beziehung sprichst und wir sind in der Partnerarbeit, in der Gruppenarbeit, im Lerncoaching-Gespräch auch da spielt die Regulation eine wichtige Rolle.

00:50:19: Also ich bin in einer Gruppe aktiv und ich bin recht leistungsstark.

00:50:24: Und nicht weiß... Die Gruppe braucht mich auch inhaltlich.

00:50:27: Wir haben ein paar andere, die können ein paar anderen Sachen aber ich bin... ...und dann übernehme ich mehr Verantwortung vielleicht für die Gruppe.

00:50:33: Die anderen übernehmen in anderen Bereichen Verantwortung.

00:50:36: Ich vielleicht beim Inhalt, die ein bisschen mehr bei der Orga und so oder beim Umsetzen hinterpräsentieren zum Beispiel... Also auch da muss ich einigermaßen reguliert sein um mit einer Gruppe zurechtzukommen Was Kommunikation angeht, was das gestalten... ...das zeitliche Gestalten auch der Gruppenarbeit angeht und so.

00:50:53: Wenn ich null reguliert bin wird wahrscheinlich in der Grupenarbeit niemand mit mitzureich kommen.

00:50:56: wir werden auch nicht irgendwo hinkommen.

00:50:58: Wir kommen dann so langsam in den Bereich der Shared Regulation oder Shared Self-Regulated Learning SSRL Dass man da also gemeinsam sich auf den Weg macht.

00:51:07: Ich kann ja zum Beispiel jetzt auch heute hier im Podcast davon stark profitieren dass du die Ziele setzt.

00:51:14: du strukturierst hier das Gespräch.

00:51:16: Ich strukturiere es gar nicht so sehr, weil aber trotz alledem profitieren womöglich meine Antworten davon und die Qualität des Podcasts.

00:51:24: du strukturierst durch Fragen noch mal nachfragen durch Blicke usw.

00:51:29: Das heißt du übernimmst die Verantwortung.

00:51:31: wir sind dann eher im Ko-Regulationsbereich darüber hinaus.

00:51:34: Wir sind im Lerncoaching Gespräch.

00:51:36: auch da ist Regulation wichtig.

00:51:39: wenn die Person die das Lern Coaching betreibt vom Nervensystem her unglaublich hochgefahren ist, weil sie gerade noch Streitschlichtungen hatte oder der Schüler, der vor ihr sitzt triggert was-was-ich-was alles.

00:51:52: Dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß dass dieses Lerncoaching gesprächene bestimmte Richtungen läuft und vielleicht nicht ganz so wie es eigentlich laufen sollte.

00:51:59: Und das der Kind oder Jugendliche dann auch nervös wird und hoch fährt.

00:52:03: Da sind wir auch im Bereich der Co-Regulation.

00:52:05: Das ist ein stärker bisschen Nervensystemarbeit, weil ich beeinfluse meine Mitmenschen immer ein Stück weit auch.

00:52:10: Also bin ich entspannt?

00:52:11: Bin ich ruhig?

00:52:12: Sitze ich da offen und... Verurteile nicht und das wissen die Leute auch, dann werden sie anders mit mir zurechtkommen.

00:52:17: Das ist für Gruppenarbeiten auch so und dass selbstregelte Lernen eben nicht Selbstbestimmtes oder lernen allein in einem Lernbüro.

00:52:27: Die Selbstreaktion ist dafür wichtig aber dies auch wichtig Für geschlossene Szenarien wie Vorlesungen, Frontal- und Direktinstruktion Und auch wichtig für Gruppens und Partnerarbeitsszenarier für Projektarbeit.

00:52:40: Auch da ist es durchaus wichtig.

00:52:44: Auch in der Gruppenarbeit sollte ich selber wissen, was für ein Ziel ich verfolge.

00:52:47: Ich sollte auch wissen, dass wir als gemeinsames Ziel verfolgen – also das schließt sich nicht aus und ich hatte vorhin schon mal irgendwann aufgemacht und habe gesagt, dass hier im Bereich der Forschung in Bachelormaßarbeiten gerade immer stärker die Konzepte selbst Regulationen- und Bedürfnisorientierung zusammenbringen.

00:53:04: Und das ist doch A&O fürs Miteinander!

00:53:06: Also wenn ich einigermaßen selbst gut zurecht bin, was meine Stimmung angeht, Dann kann ich Ressourcen aufbringen für andere.

00:53:15: Dann kann ich Beziehungen gestalten und unterstützen.

00:53:17: Wenn ich selber absolut auf letzter Rille laufe, weil ich mich überhaupt nicht selbst im Griff habe und meine Bedürfnisse alle Lärgel zogen sind, weil Ich chronisch drüber gegangen bin dann werde ich vermutlich irgendwann Nicht mehr die power haben andere zu unterstützen oder beziehung zu gestalten Gutes miteinander aufzubauen dementsprechend also auch dafür Ungemein wichtig diese idee.

00:53:39: das klingt alles super theoretisch Und ich finde auch gerade jetzt wie ich mir selber zuher super mechanisch.

00:53:45: Aber nochmal, das ist die Direktion reduziert und das sollte eigentlich eher deutlich machen.

00:53:48: Es ist immer Selbstregulierung!

00:53:50: Also wenn wir uns jetzt vorhin hier treffen... wie gucke ich dich an?

00:53:54: Vor ein paar Tagen oder ich habe dir vorhin gedacht du es kann sein dass ich komisch gucke dann ist aber nur wegen konzentriert sein weil das Thema fordert mich noch.

00:54:00: Das kommt bei mir auch nicht so aus dem FF was mit der Gesundheit war als recht neues für mich Oder als ich am Wochenende bei der Veranstaltung war, auch da nehme ich mir vor freundlich zu gucken wenn ich im Plenum sitze.

00:54:09: Weil ich weiß die Acht auf mich fällt noch mal ein bisschen anders als auf irgendwie weil ich bin eingeladen und zwei drei kennen mich.

00:54:15: also guck erst recht oder geh vorher nochmal auf Klo, weil wenn du während des Forts was einer anderen Person rausgehst das kriegen sie mit, möchte ich nicht.

00:54:21: Die sollen den Eindruck haben Ich bin voll dabei was ich auch bin.

00:54:24: Also da sehen wir es ist überall spitzende Rolle Dann und wann einen Bewusstsein dafür zu haben könnte halt cool sein.

00:54:32: Eigentlich zwei Fragen.

00:54:33: aber Ist, ich weiß, schlecht zwei Fragen gleichzeitig zu stellen.

00:54:39: Ich

00:54:39: schreibe nicht.

00:54:40: Also weißt du ganz genau wie Schule für dich heute aussehen sollte damit es gesund ist und damit es eine gute Schule ist?

00:54:51: Und denkst du dass die Menschen, die dafür verantwortlich sind das umzusetzen, das auch wissen?

00:54:59: Das sind wirklich... ich schreib sie mir mit!

00:55:01: Menschen, Ich hatte gestern ein Gespräch online mit der Stadt Dortmund und die Plan Neues Gymnasium.

00:55:10: Und ich war eingeladen, eine Stunde lang zu sprechen.

00:55:13: quasi also.

00:55:14: ich habe vierzehn Minuten oder fünfzehnt Minuten gesprochen und sie wollten mich quasi melken.

00:55:18: Also die wollten alles von mir hören was ich so ähnlich wie du die Frage gerade auch gestellt hast.

00:55:22: Es ging natürlich vor allem in den Bereich des selbst regulierten Lernens sondern haben die mir aber auch hinterfragen gestellt Architektur wir würden das machen.

00:55:28: Das

00:55:29: war

00:55:30: ja für mich eine Supermöglichkeit.

00:55:32: Also ganz toll!

00:55:34: Wissen die Menschen, also Bescheid, die darüber entscheiden?

00:55:39: Ja bestimmt einige und man trifft auch nicht so richtig.

00:55:42: Aber wir wissen das in der Wissenschaft auch nicht.

00:55:44: Wir wissen in der wissenschaft nicht wie die schule aussehen muss.

00:55:48: die eine, dass wird nicht gehen.

00:55:51: Wenn da irgendjemand sagt Das muss so sein.

00:55:54: Dann ist das entweder gelogen oder es ist eine Populistin und ein Populista, der also irgendwie meint wir haben hier ein Problem aber ich habe die Lösung.

00:56:00: Das kann nicht!

00:56:00: Es ist absolut nicht wissenschaftlich.

00:56:02: und weil ich hier als in meiner Rolle als Prof sitze, dann kann ich dir natürlich nicht und ich möchte mich und ich kann's auch gar nicht sagen dass sollte so aussehen.

00:56:12: Die Frage die wesentlich wertvoller wäre wer welche Konzepte scheinen momentan auf Grundlage empirischer Studien wichtig.

00:56:19: Wir haben sowas wie Demokratie, wir haben so was wie Wohlbefinden und Gesundheit, wir habe so etwas wie Lernergebnisse, Kompetenzaufbau usw.

00:56:27: Sofort.

00:56:28: Da kommen noch ein paar andere Inklusionen.

00:56:30: Und dann können wir uns in diesen jeweiligen Bereichen darüber unterhalten, wie es eigentlich aussehen sollte.

00:56:36: Mein Hauptthema ist Selbstregulation und da wissen wir jetzt evidenzbasiert das es womöglich nicht ausreicht, mal eben ein neues Fach oder Lernen lernen zu machen.

00:56:45: Sondern das ist eine Frage von Schulkultur und das ist ne Frage vom großen Ganzen.

00:56:48: Jetzt kann er aber ja nicht jedes Thema ankommen und sagen, jetzt is ne Frage von Schulkultur?

00:56:52: Dann haben wir zwanzig verschiedene Schulkulturen.

00:56:54: Nee!

00:56:54: Das muss alles in einer Schulkultur letztendlich so einfließen und zu einem Ding werden.

00:56:59: Ich bin mir auch ziemlich sicher dass je nach Region, je nach Menschen die da arbeiten, je Nachmenschen die da lernen die Schule auch verschieden sein wird.

00:57:08: Es wird nicht hinter einer Schule sein, die alle das gleiche Leitbild haben oder alles gleiche Schulprogramm haben.

00:57:14: es wird ein kunterbunter Blumstrauß hoffentlich sein so kunderbund wie die Gesellschaft ist und wie die verschiedenen Kommunen aufgebaut sind wie die finanziellen Situationen sind damit sich die Menschen hoffentlich die Schule suchen können die zu ihnen passt vom Arbeiten her aber auch vom Lernen her.

00:57:31: Und diese Schulen sollten dann hoffentlich auch ermöglichen, dass man es auch noch mal problemlos ändern kann.

00:57:36: Wenn man merkt das ist nichts für einen, dass es nicht scheitern ist also kein Problem sondern ein ganz natürlicher Prozess auch der deutsche schulpreis und ich achte ihn als super wertvoll und ganz spannend.

00:57:48: Ich gucke mir das gerne an, ich habe jetzt am wochenende die marialeo-schule kennenlernen dürfen.

00:57:53: Die beiden die da also die schule vertreten haben Und ich finde das super inspirieren ganz toll ganz klasse.

00:57:59: Auch da wissen wir natürlich aus wissenschaftlicher Sicht nicht ob dass jetzt zu ultra besserem lernen führt weil Da musst du krasse studien machen das wisst ihr wahrscheinlich gar nicht so richtig immer eben herausfinden können.

00:58:10: Kausal bedeutet, also kausale Aussagen bedeutete immer man muss das eigentlich experimentell machen.

00:58:15: Das wirst du nicht hinkriegen musst du die Kinder durch Zufall auf Schulen zuordnen?

00:58:18: kaum möglich.

00:58:19: es gibt ganz ganz selten nur dass so Privatschulen vielleicht mal irgendwie so durch Zufall auswählen und dann kannst du sie irgendwie eingemassen.

00:58:26: aber das ist eigentlich fast nicht möglich.

00:58:27: und da weiß ich auch noch einmal darauf hin auch an Schulen die Großes erreicht haben und vielleicht auch den einen anderen Preis gewonnen haben Die dann ein besseres Abitur nachweisen können also besser Durchschnittsnoten.

00:58:40: Das ist ein Hinweis darauf, dass es womöglich gut funktioniert.

00:58:43: Zumindest nicht schlechter, das ist schon mal prima.

00:58:46: Ist aber nicht ganz so ernst zu nehmen wie Ergebnisse empirischer, experimenteller Studie weil wir haben bei Schulen immer Selektionseffekte und wir haben immer Effekte einzelner Lehrkräfte.

00:59:00: Es kann sein, dass in dem Abiagang bestimmte Lehrkräfte aktiv waren.

00:59:03: Es kann es sein, das gerade die und die Eltern und Erziehungsberechtigten, Kinder und Jugendlichen auf diese Schule geschickt haben, die eh schon... Das weiß man nie so richtig!

00:59:13: Aber es ist natürlich immer schon ein gutes Zeichen wenn die Noten zum Beispiel steigen usw.

00:59:19: Deswegen kann ich nicht eindeutig sagen wie die Schule heute sein müsste.

00:59:22: im Bereich des Selbstregulierten Ernst kann ich ein bisschen besser.

00:59:26: Und wie gesagt, wir bringen Bedürfnisorientierung dran.

00:59:29: Das ist das andere Thema mit dem ich mich gerade wissenschaftlich etwas stärker auseinandersetze und da kann man Schule schon auch entsprechend gestalten.

00:59:37: also wenn ich jetzt überlege Bedürfsorientierung Also Ich habe einen Sinn für die bedürfnisse der Menschen die da arbeiten und leben.

00:59:44: Dann heißt es auch, es ist dann wahrscheinlich keine Flurschule mit kleinen Klassenräumen wo alle in der Reihe und Glied sitzen weil wir wissen Bedürfnisse haben wir alle.

00:59:54: Das vereint uns das ist unser gemeinsamer Nenner.

00:59:57: die sind aber immer individuell verschieden ausgeprägt erfüllt Und wir sollten lernen damit umzugehen Bedürfnisse nicht immer sofort erfüllen, befriedigen zu wollen.

01:00:07: Also ab und zu muss ich Dinge aufschieben?

01:00:09: Das geht nicht immer!

01:00:09: Ich kann nicht immer so fort das haben.

01:00:11: Ich muss unterscheiden zwischen einem Wunsch und dem Bedürfeness.

01:00:13: nur weil ich irgendwas haben möchte heißt noch lange nicht dass ich es eigentlich brauche.

01:00:18: Und wenn ich bestimmte Gefühle habe Kann das ein Hinweis auf bestimmte bedürfnislagen sein muss aber nicht unbedingt.

01:00:24: und gefühl ist auch nicht realität.

01:00:27: Aber wenn wir ein bisschen darauf achten, dann würde das bedeuten.

01:00:29: Die Lehrkraft holt sich die Ruhe nicht nur auf den Klo, wenn sie sich mal zwei Minuten einschlägt.

01:00:33: Sondern die hat eigentlich andere Räume zu bekommen wo sie sich erholen kann, wo sie in Ruhe strukturiert arbeiten kann und auch Verbindung kriegt.

01:00:40: Wo sie die Möglichkeit hat in Ruhenahrung zu sich zu nehmen oder zu trinken.

01:00:45: ohne schlechtes Gewissen ist ja auch ein bisschen für selbstverantwortlich, aber das System sollte das hergehen.

01:00:49: Das ist bei Lernen genauso gleiche und das sehen wir jetzt wiederum beim deutschen Schulpreis.

01:00:53: Diese Schulen machen sich diesbezüglich auf dem Weg.

01:00:56: Deswegen gehe ich davon aus dass diese Schulformen die eher so die reformpädagogische Schublade aufmachen da sehe ich den Effekt in Richtung Wohl befinden.

01:01:06: Die Leute fühlen sich wohl da, die gehen gerne hin.

01:01:08: Das kann man schon oft feststellen sowohl bei den Lernenden als auch bei den Lehrenden und den anderen, die da arbeiten.

01:01:15: Was das Lernen-Ergebnis angeht I don't know Und das wissen wir nicht richtig, das müssten wir untersuchen, wie Studien dies bislang gibt.

01:01:22: zu diesen Themen Arbeiten wir geschlossen, arbeiten wir offen?

01:01:26: Da müsste man sagen es muss auch da ein kunderbunter Blumstrauß sein.

01:01:29: Wenn Menschen nicht viel wissen und nicht gut lernen können sollten sie den Bein bringen dann muss das instruiert werden.

01:01:35: Dann ist es vielleicht das Richtige im frontalen Stile oder direkt instruieren zu arbeiten.

01:01:41: Wenn das komplex ist, sollte das so passieren.

01:01:43: Das zeigt zum Beispiel zumindest die empirische Forschung.

01:01:46: Wenn die Leute genug wissen dann können sie in offener Szenarien.

01:01:49: Dann sollen die sich den Raum suchen und die Leute das Material.

01:01:51: Dann können Sie es auch aussuchen.

01:01:53: aber wir werden sie überfordern wenn dies nicht kann.

01:01:56: Und dann sind wir wieder bei der Herkunft weil es kann sein dass du durch offene Szenariens womöglich vor allem die weniger gut unterstützt nicht so gute Voraussetzungen haben, gut in Anführungsstriche was Lernen und Bildung angeht.

01:02:11: Weil wenn die von zu Hause dieses sich selbst Struktur erarbeiten nicht mitbekommen haben dann werden die womögliche Struggeln, da brauchen sie eigentlich ein bisschen mehr die Hälfte der Hand.

01:02:21: Das ist die große Gefahr und deswegen sehen wir auch manchmal Schülern, die auch vor einer Montessori abgehen müssen und an eine staatliche normale Schule gehen müssen wo ein bisschen eher Struktur herrscht.

01:02:29: Wir wissen aber gleichzeitig auch dass wahrscheinlich pure Struktur und pur geschlossen gerade in Richtung Wohlbefinden vielleicht nicht das Beste, die beste Wahl ist.

01:02:38: Und dementsprechend würde ich sagen schwarz-weiß nein es wird eine Mischform sein und hoffentlich wird's hinterher vierzigtausend verschiedene Schulen geben und die Kinder und Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auch die jungen Eltern und Erziehungsberechtigten die finden...und auch die Menschen die da arbeiten finden dann hoffentlich die richtige für sich

01:02:56: oft machen wenn Menschen anfangen machen sie das dann aus eigenen Erfahrungen, um was zu verändern.

01:03:03: Das heißt eigentlich müsste der Wissenschaftskommunikationer noch mal ein bisschen mehr in den Fokus rücken.

01:03:07: Wie macht ihr das?

01:03:10: Dass ihr all dieses Wissen In die Schulen tragt Ja und dass gewährleistet weil letztendlich Und wie hältst du das auch aus dass viele schulden losgehen ohne dass sie sich auf studien usw.

01:03:22: Belegen ja beziehen?

01:03:26: Ja, da verweise ich auf die Podcast-Folge von dir und Malen.

01:03:28: Weil das du schon mal aufgemacht hast.

01:03:30: Ich finde die Malen hat das hervorragend erläutert aber ich nehme es natürlich gerne noch einmal auf.

01:03:37: Also wir kriegen mir die Dinge in die Schule.

01:03:38: Wir haben verschiedenste Ansätze also generell hier als Abteilung Schulpädagogik der Uni Osnabrück.

01:03:43: Wir haben Projekte.

01:03:45: Wir kriegen Gelder vom Bundesministerium oder anderen Geldgebern Und nutzen dann diese Projekten um mit Schulen zu arbeiten.

01:03:52: Wir erarbeiten im Moment häufig so im Design-Based Research Ansatz.

01:03:58: Das heißt, wir arbeiten mit einzelnen Schulen, erarbeiten mit denen gemeinsam was, finden heraus ob es gut funktioniert oder nicht und skalieren das dann, versuchen uns dann hinterher halt so zu skalieren dass es möglich ist, dass auch andere Schulen.

01:04:10: Das ist die eine Möglichkeit, das heißt wir haben verschiedenste Kanäle offen über die Menschen uns erreichen können und davon mitbekommen können.

01:04:16: Das ist eine Webseite, das ist LinkedIn, das Instagram, das YouTube.

01:04:21: Das machen von uns einige Professorinnen und Professoren etwas intensiver als andere.

01:04:25: Das läuft in manchen Projekten etwas intenser als anderen.

01:04:27: Dann haben wir auch Leute unter uns, die wir in die Schulen gehen und Schulen vor Ort beraten, vor Ort unterstützen und dafür sorgen.

01:04:36: Wir haben auch andere Veranstaltungen die wir dann teilweise besuchen.

01:04:40: Das sind also die Möglichkeiten die wir haben das in die Welt zu kommunizieren neben den klassischen wissenschaftlichen Dingen wie Veröffentlichung.

01:04:49: Ich produziere jetzt zum Beispiel auch noch Filme und versuche also über Filme ein Interesse zu gewinnen für unsere Arbeit.

01:04:54: Also ich mache relativ klassische Filme, die eine breite Masse eher ansprechen.

01:04:59: Also was ist unser bekanntester Film zur Montessori?

01:05:03: Da habe ich nicht großartig etwas von meiner Forschung erzählt sondern ich hab selber Montessory erforscht weil ich war vorhin noch nie an der Montessorischule Und eine Viertelmillion Menschen fand das offensichtlich auch ganz interessant und hat deswegen angeguckt.

01:05:14: Die Idee war damit nicht, meine Forschungserkenntnisse in die Schule zu bekommen sondern ich gehe eh an die Schule, lass uns ne Kamera drauf haben weil es wird wahrscheinlich viel interessieren das mal mitzuerleben wie so eine Schule funktioniert.

01:05:25: Darüber gewinnen wir also Menschen für unseren Forschung die lernen mich kennen und dann habe ich wiederum die Chance weil ich ein paar Menschen erreiche Erkenntnisse aus der Wissenschaft breite Öffentlichkeit zu bekommen, das ist halt immer so eine andere Strategie und eine andere Herangehensweise.

01:05:45: Wenn Schulen oder andere Organisationen sich jetzt auf den Weg machen, sich verändern um womöglich nicht an Evidenzen orientieren also nicht an der Wissenschaft dann ist es vielleicht gar nicht unbedingt ganz so schlimm weil wenn sie's machen haben Sie es nicht leicht.

01:06:00: wir haben zwei verschiedene Evidenz.

01:06:02: Das eine ist die wissenschaftliche Evidenz, also wir fahren hier Experimente und quasi Experimenter des Studien.

01:06:07: Wir haben längst nicht Studium begleitet.

01:06:09: in Schulen finden was heraus.

01:06:11: Wir entwickeln Material gucken ob das wirkt.

01:06:13: dann haben wir empirische Studien durchgeführt.

01:06:16: wir haben also Evidenzen vorliegen.

01:06:18: wir nennen sie Wissenschaftliche Evidenz Und dann können wir den sagen liebe Schulen mit einer Wahrscheinlichkeit von führt dieses Material dazu dass so und zu viel Menschen so davon profitieren.

01:06:28: Das heißt nicht, dass jeder Schüler und jeder Schüler davon profitiert.

01:06:31: Aber im Gro-Schon... das kann aber sein, dass manche davon gar nicht profitieren!

01:06:34: Das ist für die sogar gar nicht das Richtige is'.

01:06:36: Aber im Groschon also im Durchschnitt schon.

01:06:39: Das andere ist nicht die wissenschaftliche Evidenz eben, sondern es ist die anekdotische Evidenze.

01:06:44: Die anekdotische Evidenz ist die Evidence, die dann da ist wenn ich von meiner einzelnen Erfahrung brichte Wenn ich am Wochenende bei Kunst und Stunde innen Dachau bin und die Maria Leo Schule oder der Stefan Ruppaner, die berichten wie sie es gemacht haben.

01:07:01: Dann ist das vielleicht weit weg von Wissenschaft weil das ist anekdotische Evidenz?

01:07:06: Ich bin mir aber sicher, die haben sich an der einen oder anderen Sache orientiert oder an der ein oder anderen anekotischen Evidenzen, die wiederum auf wissenschaftliche Evidenze aufbaut.

01:07:16: Weil wenn ich dir von der einen Schule erzähle oder vor meinem einen Erlebnis werde ich vielleicht dieses Erlebnis nur erlebt haben, weil ich mich vorher an irgendwelchen wissenschaftlichen Studien orientiert habe um das aufzubauen.

01:07:26: Das heißt also bestimmt hat die Schulleitung der Maria Leo di Sandra mit Sicherheit sich an irgendetwas orientiert, fällt auch an Studien und hat es dann aufgebaut.

01:07:38: aber in einem Vortrag hinterberichtet sind wir wie sie es umgesetzt haben.

01:07:40: Das ist dann auch nicht rotische Evidenz.

01:07:42: Und das ist dann vollkommen fein, denn jetzt ist es für die Schulen ja ganz wichtig inspiriert zu werden und Ideen zu bekommen.

01:07:48: Die Ideen bekommst du meistens nicht aus wissenschaftlichen Artikeln oder Beiträgen vielleicht noch nicht mal aus meinen Filmen wenn ich also was zum selbst rebellierten Lernen vorstelle oder aus meinem Podcast sondern dann brauchst Du die eine Schule die sich mal getraut hat etwas umzusetzen.

01:08:02: Dann ist das für dich eher Inspiration.

01:08:04: So haben wir das umgesetzt.

01:08:05: deswegen ist beides wichtig Und da würde ich also auch nicht schwarz-weiß malen wollen.

01:08:09: Ich würde sagen, ja wenn die sich dann nicht daran orientieren ist es mies.

01:08:12: Es wäre cool und das habe ich jetzt zum Beispiel auch am Wochenende gesagt dass es cool ist gerade wenn sie sich mit dem selbst regulierten Lernen beschäftigen oder auch um sowas wie Wohlbefinden und Gesundheit.

01:08:21: Wenn die ab und zu mal wissenschaftliche Veröffentlichungen generell die Erkenntnisse Wissenschaftler Studien beachten wollen weil so viele Mythen unterwegs sind.

01:08:28: Also es sind so viele pädagogische Mythen Unterwegs wie zum Beispiel Lerntypen immer wieder begleitet.

01:08:33: Also kreffig die LernTypen von denen wir wissen klingt total plausibel, aber es ist quatsch weil das lässt sich wissenschaftlich nicht bestätigen.

01:08:42: Es gibt Präferenzen die lassen sich wissenschaftlich bestätigend, aber dadurch lernen sie nicht.

01:08:46: erfolgreich hat die Leute.

01:08:47: Die lassen sich nicht im Schubladen packen.

01:08:48: Das heißt also wenn die Lehre sich darauf anpasst lern die nicht besser und dadurch sollten wir davon absehen dass in der schulischen Lehre zu stark zu beachten, weil das ist Energieverschwendung.

01:08:59: Man kann die Leute fragen, ob sie lieber so lernen.

01:09:01: Das kann man machen und das ist okay um zu reflektieren.

01:09:04: Also um solchen pädagogischen Mieten zu begegnen oder entsprechend zu entgegnen ist es halt wichtig ab und zu mal in die Wissenschaft zu gucken.

01:09:11: aber die anecdotische Evidenz also die Betrachtung von Einzelfällen ist mindestens genauso richtig.

01:09:17: Jetzt würde ich langsam gerne zum Ende kommen Aber grundsätzlich eigentlich nur noch einmal die Frage was tust du persönlich in deinem Job um gesund zu bleiben?

01:09:29: Ja, ich versuche das umzusetzen was ich hier tagtäglich lese und erforsche.

01:09:37: Und das gelingt mir mal gut immer nicht so gut.

01:09:40: So wie das Leben halt läuft und so wie es auch beim Lernen ist Mal die Einzerkandidatin hat auch mal einen schlechten Tag Und die allerbeste Lehrkraft und die innovativste Lehrkraft in der Schule.

01:09:52: auch diesmal müde kann Ich innovieren und so ist bei mir auch.

01:09:57: Ich versuche den Spagat zu schaffen zwischen selbst Regulation und hau mir ab mit Selbstregulation, gerne dann mehr Fremdregulation oder halt auch einfach mal irgendwie gar nichts an Regulation wo wir darüber diskutieren können.

01:10:10: für eine Art von, was das dann ist.

01:10:13: Ja also das umzusetzen... Also klare, klare Systematiken in meinem Leben zu haben.

01:10:17: ich habe das letzte dreiviertel Jahr eine Uhr getragen, um zu checken wie mein Puls abläuft, wie gestresst ich bin und so, um herauszufinden wie stressig der Job für mich ist weil ich hatte vorher große Sorge dass es mit diesen Auftritten unter Lehre wirklich nicht gesund ist für meinen Körper und Blutdruck und Puls und so viel zu hohes.

01:10:36: Und da auch Wackeler drin hab habe dann zum Glück herausgefunden, dass es gar nicht so schlimm ist und eigentlich sogar fast gut ist für meinen Körper das zwischendurch zu haben und zu machen.

01:10:45: Und das mache ich immer mal wieder.

01:10:47: Sachen also zu diagnostizieren, mich da reinzubegeben.

01:10:50: jetzt mit den Studierenden in die nächsten vier Wochen werde ich selber Smartphone Abstinenz betreiben.

01:10:55: Also auch da werden wir die selbst regulierte Medien nur zu meinem Vordergrund stellen weil ich aus meinen vorigen Selbsexperimenten weiß Das ist eine richtig gute Zeit an.

01:11:03: erst recht wenn man's gemeinsam macht haben Sorge davor, das allein zu tun.

01:11:08: Deswegen haben sie sich gewünscht was gemeinsam machen.

01:11:09: also werde ich jetzt mit ungefähr dreißig oder fünfundzwanzig Studierenden meines gemeinsames Handy ausmachen für eine Woche oder so mal um zu gucken was macht es mit einem?

01:11:17: Solche Dinge immer wieder reinholen immer wieder sich inspirieren lassen.

01:11:19: was machen andere?

01:11:20: wie läuft das?

01:11:21: Um vor allem mithilfe der Selbstregulation Räume zu schaffen die es ermöglichen im Hier und Jetzt gut aufzugehen.

01:11:29: weil meine Definition von Glück und Wohl befinden ist es Im Durchschnitt gut drauf zu sein.

01:11:37: Aber manchmal auch nicht, weil den Sinus kurvenartigen Verlauf den akzeptiere ich aber möglichst viele sorgenfreie Momente zu gestalten in denen etwas in der Art von Flow entsteht.

01:11:50: also wo ich wenn ich mit Menschen zu tun habe im Moment aufgehe und vollkommen fein damit bin oder wenn ich Klavier spiele wirklich nur Klavierspiele.

01:11:57: Leute die mich kennen die werden jetzt schmunzeln weil sie wissen ich kann es echt nicht oft aber daran arbeite.

01:12:03: Gibt es jetzt noch irgendwas, was ich nicht gefragt habe?

01:12:05: Was dir aber wichtig ist.

01:12:06: Was du noch los werden möchtest?

01:12:10: In allen anderen Fragen die waren vollkommen.

01:12:12: Klar!

01:12:13: Die waren voll kommen.

01:12:15: Was ich gerne alle mitgebe weil ich schätze das werden viele zuhören aus der Praxis.

01:12:18: Ich möchte Danke sagen an alle die sich da die da Energie reinpacken genauso wie ich dir auch Danke sagen möchte für heute, aber auch generell für deinen Tuner-Podcast.

01:12:28: wird ja obviously auch einigermaßen gehört.

01:12:30: Das sehe ich an den Kommentaren und Co.

01:12:32: Und wie du das bei Insta und so teilst.

01:12:34: Es finde ich absolut genial dass in dieser Bubble Bildung was abgeht.

01:12:41: Deswegen... Ich bin auch nicht so skeptisch wie es viele sind!

01:12:45: Frage stellt, haben wir eine Bildungskrise?

01:12:47: Haben überhaupt einen.

01:12:47: Wenn ja, wann ist sie vorbei?

01:12:49: Weil ich schon wirklich beeindruckt davon bin wie viel sich auf den Weg macht und wie viele Menschen sich auf dem Weg machen.

01:12:54: das ist genial!

01:12:55: Und Ich würde dafür plädieren und mir wünschen dass die Menschen in der Praxis aktiv sind selbst wenn sie nicht mehr studiert und fertig sind und jetzt nur noch in einer Praxis stecken, dass sie trotzdem ab und zu den Kontakt in Richtung Wissenschaft nochmal aufbauen die eine oder andere Sache nachlesen.

01:13:09: Oder wenn sie unsicher sind, dass Sie fragen und dazu eignet sich Instagram um da ab und zu mal reinzugucken in die Bubble und da vielleicht im ein oder anderen zu folgen oder auch der einen oder der anderen oder andere Netzwerke, die sich ereignen oder das eine oder andre Journal, das man mal lesen kann, um immer so ein bisschen auf der Höhe der Zeit zu bleiben weil gerade in meinem Forschungsbereich viel Murks unterwegs ist.

01:13:33: Kannst du noch irgendein gutes Buch, ein Handbuch oder irgendwie einen Leitfaden empfehlen?

01:13:38: Zu meinem Thema auf jeden Fall.

01:13:39: Also wenn man sich wirklich mit dem selbst regulierten Lernen beschäftigen möchte... Da gibt es ein Buch von Yves Kahlen ganz relativ frisch raus.

01:13:48: Yves-Kahlen aus der Schweiz, aus Zürich.

01:13:52: Das fängt irgendwie an mit clever und so weiter und sofort.

01:13:54: also ist klar als auf jeden fall zum selbst regulieren recht frisch Top Buch.

01:13:59: Ich weiß den Titel gerade nicht auswenden.

01:14:00: Ich gucke es nach und packe es dann

01:14:02: an die Show-Nauten.

01:14:03: Und ansonsten kann man auch auf meiner Webseite gucken, habe ich ein Padlet verlinkt das alles an Filmen und Texten und Unterrichtsmaterial dass wir evaluiert haben drin Podcast ohne Ende und so.

01:14:12: also wenn man das möchte da kann man ganz gut drauf zugreifen.

01:14:15: und richtig cool!

01:14:16: Es kommt jetzt noch ein neues Buch von Charlotte Diegnerd raus Auch dafür Schulen wie die Glockhammer einsteigen können.

01:14:22: Also Charlotte Dieggnerd aus Frankfurt Das dauert noch ein paar Tage bis es dann veröffentlicht wird Und insgesamt ist gerade viel auf dem Weg.

01:14:29: Es kommen coole Broschüren die Tage raus, auch zu Smartphone und Selbstsituationen habe ich mit Tim Fütterer geschrieben oder Tilfüttererschwitzname.

01:14:37: also es kommt was.

01:14:38: man kann ein bisschen sich auf ein paar Sachen freuen.

01:14:40: Schön!

01:14:41: Dann danke ich dir dass du die Zeit genommen hast.

01:14:42: Ich dank dir für das Vertrauen.

01:14:44: Ja gerne.

01:15:01: Und wenn ihr euch jetzt noch fragt über Konstantin und Marlene wird gesprochen?

01:15:06: mit Konstantin Kunze auch schon Podcast-Folgen aufgenommen.

01:15:09: Einmal Folge fünfzehn zur Entmenschlichung der Gesellschaft und Folge siebendreißig über Selbst- und Fremdwahrnehmung, Und wenn ihr noch mal bei Marlene Mühlenberg reinhören möchtet, da geht es um Wissenschaftskommunikation, Folge zweiundsechzig.

01:15:20: Die findet ihr alle bei mir im Podcast.

01:15:22: zwischen Kopf und Kreide.

01:15:24: also rein hören!

01:15:25: Tschüssi.

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