PsSst: Psychosoziale Gesundheit im Lehramststudium

Shownotes

Psychosoziale Gesundheit und Selbstreflexion im Lehramtsstudium – darüber spreche ich mit Katharina Graalmann, Tjorven Meybohm und Judith Rodenbach von der Universität Osnabrück. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf das Seminar „Psychosoziale Gesundheit im Lehramtsstudium“: Wie ist die Idee entstanden? Welche Inhalte stehen im Mittelpunkt? Und warum sollten Themen wie psychische Gesundheit, Resilienz und Selbstreflexion einen festen Platz in der Lehrer:innenbildung haben?
Eine Folge mit tollen Impulsen, ein Seminar das fest ins Curriculum eingebaut werden sollte. Viel Spaß beim Zuhören.

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00:00:13: Herzlich willkommen zum Podcast zwischen Kopf und Kreide.

00:00:18: Ich freue mich sehr, dass heute gleich drei tolle Frauen zu Gast sind – und zwar die Leiterin und auch die Mitarbeitenschudierenden des Seminars Psychosoziale Gesundheit im Lehramtsstudium an der Universität Osnabrück!

00:00:35: Dort habe ich gesehen, was für tollen und wichtigen Themen sie sich auseinandersetzen.

00:00:39: Habitus, Haltung, Stress, Krisen, Achtsamkeit, Selbstversorgung usw.

00:00:44: Und dachte das passt nicht nur zu mir sondern es ist so wichtig dass wir darüber gesprochen wird Dass das mehr Aufmerksamkeit braucht.

00:00:51: Denn im Lehramtsstudium lernen wir ja unglaublich viel über Unterricht die Daktik und Fachwissen aber Es geht selten darum wie's mir gerade eigentlich geht Was ich brauche um Stress zu reduzieren mit Stress umzugehen und eben auch wie ich langfristig gesund bleiben kann.

00:01:07: Und genau da setzt das Seminar eben an, weil es theoretische Impulse aus der Schulpädagogik, der pädagogischen Psychologie und der Lehrerinnenausbildung mit ganz praktischen Übungen und der Frage was brauche ich eigentlich um gesund zu bleiben verbinden?

00:01:22: Deswegen sprechen wir über die Inhalte.

00:01:24: Wir sprechen aber auch darüber was zum Beispiel die drei persönlich aus ihrer Zeit in diesem Seminar mitgenommen haben.

00:01:31: Es ist ein sehr schönes Gespräch entstanden mit sehr vielen Denkanstößen und Einblicken.

00:01:36: Und ich hoffe, dass dieses Seminar langfristig und wiederkehrend im Lehramtsstudium implementiert wird.

00:01:42: Ganz viel Spaß beim Zuhören!

00:01:45: Sehr gut okay ja also wenn ich jetzt schon das Mikrofon hab denke ich mal fang' ich wohl jetzt an?

00:01:51: Ja Also ich bin Tjorgen Ich bin so die jüngste Bons im Projekt.

00:01:55: Ich bin dreiundzwanzig und studiere auch selber noch hier an der Uni.

00:01:59: Der Amt natürlich.

00:02:01: Und

00:02:01: welche Fächer kombiniert sich

00:02:03: jetzt?

00:02:03: Kunst und Englisch!

00:02:04: Ja, auf Bundesjahr, der Amt ist wirklich toll also vielleicht sehr gut aus.

00:02:08: Genau und ja ich habe schon vorher für Katarina gearbeitet noch mit einem anderen Projekt und das hat mir so gefallen dass ich dann auch natürlich bei unserem Projekt jetzt dabei war.

00:02:20: genau und ich hab eigentlich relativ viel E-Mail Verkehr gemacht zum Beispiel auch mit unseren Gastrednern.

00:02:26: also wir hatten zwischendurch nicht nur unsere eigenen Vorträge, die wir da vorbereitet haben sondern eben auch externe Leute zu denen wir bestimmt gleich nochmal mehr sagen können.

00:02:36: Genau also da hab ich so ein bisschen den E-mail Kontakt gepflegt habe da so die ganzen Sachen ein bisschen vorbereitet und zwischendurch auch mal eine Sitzung mit dem Gast geht noch übernommen weil krankheitsbedingt der Gäste ein bisschen ausgefallen ist.

00:02:49: genau und ja vielleicht jetzt gerade bereite ich so ein bisschen eine weiterführende Wissenschaftskommunikation vor, also außer dem Podcast hier natürlich jetzt.

00:03:01: Wir haben jetzt gerade vor dass wir die ganzen Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Seminar auch noch mal weiter an die Öffentlichkeit tragen und genau da gucke ich gerade das man das irgendwie alles einheitlich gestalten kann und das ist jetzt gerade meine momentane Aufgabe im Projekt.

00:03:17: Okay, ich bin Katharina.

00:03:19: Ich arbeite hier an der Uni Osnabrück am Institut für Erziehungswissenschaft in der Schulpädagogik.

00:03:23: Ich bin Postdoktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin und eigentlich ist psychosoziale Selbstreflexion und Gesundheit gar nicht mein Forschungsschwerpunkt sondern nur schon seit Ewigkeiten ein persönliches Interesse was sich so ergeben hat über die Betreuung von Abschlussarbeiten bei Studierenden und ein bisschen mit Sicherheit auch aus der eigenen Sozialisation, unter eigenem biografischen Erfahrung entstanden.

00:03:54: Mein eigentlicher Forschungsschwerpunkt jetzt in meinem Habierprojekt ist künstliche Intelligenz- und Leistungsbewertungen.

00:03:59: aber auch da braucht man viel Resilienz und Strategien um in diesen ganzen Prozesse der Qualifikationen und der Qualifizierung die eigene psychosoziale Gesundheit im Blick zu behalten.

00:04:13: Von daher hat es auf mehreren Ebenen einen Mehrwert für mich, dieses Projekt zu gestalten.

00:04:19: Genau!

00:04:21: Judith?

00:04:22: Ja!

00:04:23: Mein Name ist Judith und ich bin auch als studentische Hilfskraft hier im Projekt gewesen.

00:04:29: Ich bin nicht ganz die klassische Studentin – ich bin schon thirty-six Jahre alt, habe vorher eine andere Ausbildung gemacht.

00:04:36: also ich bin gelernte Hebamme und bin auch schon Mutter mehrerer Kinder.

00:04:41: Genau, darum war auch für mich das Thema irgendwie schon aus biografischen Gründen.

00:04:46: War mir schon sehr nahe das ganze Thema psychosoziale Gesundheit, Resilienz, Strategien wie man gut auf sich achtet.

00:04:53: genau und als Kathrina dann mich eben auch befragt ob ich im Projekt mithelfen möchte indem es eben um psychosoziale Gesundheit im Lehramtsstudium geht war ich direkt sehr interessiert.

00:05:03: Ich habe auch schon vorher eben in einem anderen Projekt mit ihr zusammengearbeitet und wusste, dass das gut funktioniert und habe mich eben darüber sehr gefreut über diese Anfrage.

00:05:12: Und war wie Chauvin auch vor allem für viele organisatorische Dinge zuständig, eben auch dafür zuständig ,dass die Abläufe reibungslos sind, dass die Kommunikation mit den Studierenden gut klappt, dass wir eben die Gastrednerinnen

00:05:26: ... Ja...

00:05:28: Dass die eben an uns Guck mal, beginn.

00:05:35: Ja genau die ganze Organisation mit auch Gastreferentinnen zum Beispiel der Achtsamkeitscoaching, die bei uns war das habe ich eben organisiert und Thorben und ich haben eben auch zusammen den Instagram Account für das Projekt genau zusammen geleitet also die Inhalte dafür erstellt da die Kommunikation bearbeitet worüber ja auch du an uns quasi gekommen bist ... wodurch wir eben auch da ein Interesse erregt haben, weil wir eben... ...durch diesen Kommunikationskanal gerne wollten,... ...dass das Thema einer breiteren Öffentlichkeit sozusagen zugänglich wird.

00:06:09: Weil da einfach noch immer ganz viele Vorurteile, ganz viel Information... ...noch einfach unterwegs sind was das Thema angeht und das war so unser Anliegen mit dem Instagram-Account.

00:06:21: Und den pflegen Chorven und ich auch weiterhin gerade relativ still ausgründen, weil eben ja das Seminar jetzt erstmal in seiner in seinem üblichen Ablauf jetzt erst mal ja nicht mehr so stattfindet, aber auch da ist geplant dass das wieder aufgenommen wird.

00:06:37: Genau!

00:06:37: Da kommen wir wahrscheinlich später noch zu.

00:06:39: in welcher Form dann...

00:06:40: Ja

00:06:41: okay schön.

00:06:42: Jetzt würde mich noch interessieren ich frage das immer zwischen Kopf und Kreide wo würdet ihr dieses Projekt einordnen?

00:06:49: Aus dem Bauch heraus.

00:06:50: Ich habe die Frage gelesen oder von der Neff von der Frage erfahren und dachte spontan irgendwie genau in der Mitte.

00:06:59: Also ganz klar, es hat irgendwie viel mit Kopf zu tun, psychosoziale Gesundheit.

00:07:02: Da findet ganz, ganz viel im Kopf statt aber es beeinflusst natürlich auch die Lehrer in Tätigkeit und die Tätigkeiten im Studium direkt also wahrscheinlich Tendenz-Ehe Richtung Kopf.

00:07:10: Aber das hat natürlich auch mit der Kreide schlussendlich zu tun.

00:07:15: Ja also ich hätte es auch ein bisschen so irgendwie interpretiert zwischen so Theorie und Praxis.

00:07:21: So habe ich das ein bisschen aufgefasst und ja ich muss mich da auch anschließen.

00:07:24: Ich finde es auch irgendwie in der Mitte weil wir haben In unserem Projekt sehr viel Aufklärungsarbeit geleistet, so was überhaupt dahintersteckt zum Beispiel Hinterstress.

00:07:33: Aber hat eben auch praktische Anwendungen und wie geht man jetzt aktiv damit um?

00:07:37: Also da finde ich haben wir einen ganz guten Mittelweg gefunden um einmal über die ganzen Sachen aufzuklären aber eben auch direkte Anwendung dafür zu finden wie man sich da selber helfen kann.

00:07:48: genau

00:07:50: Kann ich mich nur anschließen, sehe ich genauso als beides.

00:07:53: Und das ist ja genau auch ein Kern der Problematik warum Lehramt Studierende so eine vulnerabene Gruppe und anfällig sind für psychosoziale Belastungen und Stress aufgrund dieser Theorie Praxisverzahnung und deswegen setzt das Projekt zwischen beiden Polen an und es ist Zwischenkopfengreide.

00:08:12: Sehr gut!

00:08:15: Ja also... Konkrete Inhalte, was habt ihr wirklich gemacht mit den Studierenden?

00:08:21: Ja wir haben quasi damit gestartet ein paar Theorien grundzulegen weil wir dachten ohne die geht es nicht.

00:08:28: Wir haben einen Reflexionsbegriff geklärt, den Professionalisierungsbegriff und sind dann relativ schnell in Stresstheorien gegangen Und haben auch sowas wie Angst oder weitere psychische Belastungen beleuchtet.

00:08:42: Es haben nicht nur wir gemacht, sondern wir hatten Unterstützung von einer Kollegin aus der pädagogischen Psychologie hier und haben dann noch Fachseminarleitung und einen Amtsärztin dazu geholt und die Achteramkeitscoachin um irgendwie auf deren Perspektiven abzudecken weil Ich kann erst mal nur für mich sprechen, ich da blinde Flecken habe.

00:09:05: Also ich sitze hier in der Uni und beforsche viel Schule- und Unterricht aber die Insights in wie es ein Referentariat gestaltet, die fehlt mir.

00:09:15: Die kenne ich aus Erzählungen von Familie und Freundinnen Aber hab's selbst ja nicht erlebt Und auch dieser ganze amtsärztliche Prozess ist an mir vorbei gegangen.

00:09:26: Ich kenne nur die Mythen drum herum.

00:09:29: Genau Deswegen war es wichtig, dass wir eben nicht nur die Theorien grundlegen sondern auch wirklich diese Mythen rund um Stressoren im Lehramtsstudium und im Lehrerinnenberuf mal aufräumen durch echte Insights.

00:09:45: Und dann den dritten Weg noch gehen nämlich praktische Anleitungen geben wie eine Bewältigung stattfinden kann.

00:09:53: Wollt ihr noch was ergänzen?

00:09:56: Ja, und es war auch zu Beginn relativ viel Selbstreflexion bei den Studierenden eben selber.

00:10:00: Also wir haben sehr viel darüber gesprochen was ihnen Stress macht um das eben auch versucht einzuordern und dass eben auch im Rahmen der Theorien irgendwie nochmal zu verorten.

00:10:12: Also was da jetzt Stress macht war tatsächlich ganz unterschiedlich.

00:10:15: Wir haben da tatsächlich auch so ja einmal mit den Studienenden alles gesammelt.

00:10:21: Also ein ganz zentraler Punkt, der natürlich oft genannt worden ist.

00:10:24: So waren natürlich die Abgaben und die Klausuren.

00:10:26: aber das war total vierfältig.

00:10:29: also... Lass mich einmal zurück in der Folie, weil du hast dich schon geklastert gehabt!

00:10:35: Genau.

00:10:37: Ja und es war teilweise wirklich erschreckend und auch bedrückend irgendwie auch einmal so gesammelt zu hören und zu lesen was tatsächlich alles für Stress sorgt alles Druck macht und wo eben wirklich die Belastung liegen.

00:10:54: Das ist sehr, sehr vielfältig aber es haben sich durchaus einige Tendenzen sehr stark gezeigt.

00:11:02: Ja

00:11:02: also natürlich einerseits wie Thürven grad schon sagte der Leistungs- und Prüfungsdruck das ist ein ganz massiver Punkt wirklich der sehr viel Stress macht zumal im Lehramtsstudio immer noch die Besonderheit.

00:11:13: dazu kommt dass sich viele so ein bisschen zerreißen müssen zwischen zwei Fächern, die oft auch sehr unterschiedlich sind so konzeptionell und was die Anforderung angeht.

00:11:23: Was die Prüfungsordnung angeht?

00:11:25: Was die Dozierenden angeht den Umgang miteinander.

00:11:28: Und dann kommt ja noch das dritte dazu dass man dann eben auch noch den Professionalisierungsbereich abdecken muss also hier eben Die Schulpädagogik sozusagen wo auch da wiederum natürlich ist wie ein drittes Fach was man eben auch Noch studiert.

00:11:38: inzwischen diesen drei Polen muss man irgendwie seine Zeit aufteilen und immer wieder beachten wer möchte was Genau, vielleicht möchtest du?

00:11:47: Ja.

00:11:48: Also ja eben sehr viel organisatorisches was einfach im Studium selber verankert ist und das vielleicht nicht unbedingt immer so hilfreich ist.

00:11:56: Aber es waren auch viele private Sachen also irgendwie sehr viel aus dem sozialen Bereich aber jetzt auch persönliche und emotionale Aspekte genau die da irgendwie aufgeführt worden sind und auch so ganz individuelle Probleme, also es war viel Pendeln und Finanzierung.

00:12:12: Und all das was eben außerhalb des Studiums noch stattfindet.

00:12:15: Also es gab sehr viele Probleme innerhalb der Studiums, der Studienstrukturen und auch manche Sachen, die natürlich irgendwie Leistungsdruck dazugehören aber eben auch so die Individualprobleme, die

00:12:25: nichts

00:12:26: mit dem inhaltlichen Studium oder mit dem Studium in Sicht zu tun hat sondern einfach äußere Faktoren sind, die ja jeder damit irgendwie sich umträgt.

00:12:34: Genau und das war uns da auch ganz wichtig, dass wir da so eine Art ja Safe Space schaffen für die Studierenden auch darüber zu reden.

00:12:39: Und das fand ich eigentlich persönlich auch mit irgendwie am schönsten.

00:12:42: weil also das fand nicht wirklich toll bei uns im Seminar, dass da wirklich die Studieren dann sehr offen darüber reden konnten und dass es so ein Platz war um sich auszutauschen.

00:12:49: und ja dadurch hat man doch irgendwie gemerkt, man ist irgendwie doch nicht so alleine mit seinem Problem geteilt wird.

00:12:57: und auch wenn Studierende oder andere Studierenden aus dem Seminar schon mal ein ähnliches Problem hatten, dann kann es sich direkt geholfen werden.

00:13:02: Und ja das fand ich einfach auch so eine sehr schöne Arbeit.

00:13:06: zum Umgangsatmosphäre.

00:13:09: Ich würde vielleicht auch noch ergänzen dass eines der größten oder einer der größte Stressoren war dieser Selbst für Sorge, gar keine Relevanz hatte.

00:13:20: Also das kam gar nicht vor und wir haben dann relativ schnell festgestellt... dass es neben Organisationskompetenz, so wie strukturiere ich eigentlich mein Alltag später im Lehrer-In-Beruf und jetzt auch schon in Praktika oder in Praxisphasen.

00:13:35: Oder auch Berufsbegleiten wenn ich schon im Lehrer Inberuf bin.

00:13:39: Und nicht nur Fachkompetent braucht zur didaktischen Reduktion UNCO sondern das ist auch eine Menge Kompetenz braucht um für sich selbst zu sorgen, um für andere Sorgen zu können also für die anderen Akteurinnen im Feld.

00:13:51: So ein multiprofessioneller Haufen.

00:13:56: Und wenn ich selber mich nicht im Blick habe, meine Grenzen, meine Kapazitäten, meine Ressourcen und das irgendwie aus den Augen verliere, kann ich gar nicht alles abrufen was ich an den anderen Kompetenzen zu liefern habe weil es überdeckt ist.

00:14:10: Das erstmal zu identifizieren... Das war auch dann in diesem Selbstreflektionsfokus, in diesem Seminar relevant.

00:14:20: Also es deswegen war super wichtig dass du das noch ergänzt hast gerade weil das der Kern des Seminars was ging ja?

00:14:26: also der Titel unseres Projektes ist ja psychosoziale Selbstreflexion im Lehramtstudium und das ist der Kern von allem und da brauchten wir den ganzen Input für um das einordnen zu können.

00:14:36: aber wir haben wirklich eigentlich in jeder Sitzung Irgendeine selbstreflexive Frage, den Studis mit auf dem Weg gegeben um an sich selbst irgendwie ranzukommen erstmal.

00:14:48: War das ein Pflichtfach oder konnten Sie es wählen und wie wurde's auch angenommen?

00:14:53: Genau ist keine Pflichtveranstaltung halt ein drittmittel finanziertes Lehrprojekt gewesen vom zentralen Transferförderpool der Uni Osnabrück aus Sondermitteln des Landes Niedersachsen und deswegen konnten wir das nur quasi als Vertiefungsmodul anbieten Dann ist ein bisschen was schiefgegangen in der Öffnung der Leistung.

00:15:12: Also eigentlich sollte es auch nur eine Studienleistung sein, sprich keine Note.

00:15:16: und dann ist aber im Anmeldeverfahren etwas schief gelaufen und die Studierenden konnten sich auch von einer Prüfungsleistung anmelden.

00:15:24: Was problematisch war für uns weil wir das Seminar extra druckfrei konzipiert hatten mit einer experimentellen nicht vorhandenen Leistungsüberprüfungen und dadurch dass jetzt einige dann eine Note brauchten mussten wir doch kreativ werden und noch was einfallen lassen.

00:15:37: Deswegen also vertiefungsmodul, freiwilliges Wählen, Bachelor und Master beides möglich.

00:15:43: Und es wurde gut angenommen.

00:15:45: Es war für dreißig angelegt und ich glaube das wäre... Ich würde auch sagen dass wir an der Dreißiger Grenze waren Also dass das Seminar so ausgelastet war wie es ausgelasten sein sollte Genau.

00:16:01: Aber dass quasi im Rundlaufverfahren wir, also wie alle drei mehrfach angefragt wurden ob sich das Seminar noch als ob es das nochmal gibt und so.

00:16:11: Also weil sie relativ schnell rumgesprochen hat... Das ist ein cooles Setting, das öffnet.

00:16:15: Es ist so AHA-Effekt mäßig krass!

00:16:18: Und es geht tief und es ist ganz anders als andere Seminare Gar nicht um, also die Seminargestaltung ist ja komplett einmal auf dem Kopf gestellt so.

00:16:28: Es geht nicht nur um Inputs sondern immer direkt.

00:16:32: was macht der Input?

00:16:33: Warum ist er wichtig für mich so?

00:16:35: Was bedeutet das für mich?

00:16:36: Also dieser Professionalisierungsgedanke war einfach so drin und es sind wirklich viele Abschussarbeiten auch daraus entstanden.

00:16:43: Das ist schon krass, was das Thema echt jetzt auch aufgemacht hat und wie oft ich jetzt dieses Thema in Abschlussarbeit übertreue.

00:16:52: Daraufhin also die Resonanz.

00:16:54: Und würdet ihr sagen, dass ihr beim nächsten Mal auch bei der Größe bleibt?

00:16:59: Also was macht das dann auch mit so einer Gruppe beziehungsweise wenn man es vergrößert oder so?

00:17:03: Weil offenbar ist es ja notwendig eigentlich, dass jeder irgendwie machen müsste.

00:17:09: aber kann es da noch so laufen wie's jetzt gelaufen ist weil die Gruppengröße vielleicht auch eine Relevanz hat?

00:17:15: ne

00:17:16: Nein, wir müssen das so klein lassen.

00:17:17: Haben ja auch schon mal nachbesprochen.

00:17:19: also ich habe dann die Infos oder die Erlebnisse hier geteilt und gesagt eigentlich müssen wir das Thema irgendwie vielleicht im Rahmen unserer Einführungsvorlesung einmal an alle Erstsemesterstierende geben.

00:17:34: aber das kann halt nur einmal wirklich thematischer Input sein.

00:17:37: Also um das zu erleben und da wirklich was mitzunehmen, also um einen eigenen Mehrwert davon zu haben braucht es diese kleine Gruppengröße damit überhaupt Safe Space entstehen kann.

00:17:46: Und damit alle Anliegen auch wirklich Raum und Platz bekommen würde ich sagen Ja,

00:17:55: wie bei grundsätzlich vielen Themen die ich mir bisher im Studium so gedacht habe.

00:17:58: Das müssten eigentlich alle einmal durchmachen und das ist einfach vom Studienaufford bisher nicht so vorgesehen.

00:18:02: aber gerade bei diesem Thema wäre es eigentlich super, super wichtig dass alle damit einmal wirklich in Berührung kommen während des Studiums weil es einfach ja etwas so allumfassendes irgendwie ist und dann ja das ganze Berufsleben letztendlich begleitet und auch so viele betrifft und auch noch mit so viel Misinformationen eben behaftet ist.

00:18:20: darum glaube ich die Gruppengröße war gut um quasi möglichst viele zu erreichen, aber eben auch trotzdem in einem relativ sicheren Rahmen zu sein.

00:18:29: Aber in der Art und Weise wie wir es jetzt angeboten haben, wie Katharina sagt man könnte das natürlich einer größeren Öffentlichkeit im Forme einer Vorlesung auch zukommen lassen, aber dann wäre es ein anderer Schwerpunkt.

00:18:40: Dann würde sicherlich weniger um Selbstreflektion gehen sondern mehr um allgemeine Informationen Genau, aber auch das wäre natürlich letztendlich besser als nichts.

00:18:49: Aber wünschenswert wäre natürlich dass diese Semine in dieser Form nochmal stattfinden könnte oder weitergeführt werden könnte.

00:18:57: Ja Das ist ein voll wichtiger Punkt, weil das hier auf jeden Fall auch schon mitbedacht wird.

00:19:03: Also in vielen Vorlesungen wo die der Amtsstudierenden drinsitzen, wird zumindest immer auf die psychosoziale Beratungsstelle mittlerweile verwiesen und darauf wie ernst zu nehmen es ist wenn die Prüfungsengste-Leistungsdruck-Stress oder so vielleicht auch Lämen oder vorhanden sind oder irgendwie aber dann zurückgeschoben werden, weil weiß ich gar nicht ob ich das hier thematisieren darf oder so.

00:19:21: eine Sensibilisierung für das Thema an sich findet statt.

00:19:24: Ich glaube aber in diesem kleinen kleineren Rahmen von fünfundzwanzig bis dreißig Leuten muss es bleiben, wenn es in die Tiefe gehen will wie wir das erreicht haben.

00:19:34: Habt ihr auch sowas?

00:19:34: Also ich habe das im zweiten Studium im Beratung medial zu einer Coaching studiert und da haben wir Intervisionsgruppen gehabt.

00:19:41: Das heißt dann nochmal kleinen Gruppen indem wir uns auch mal treffen mussten habt ihr so was gemacht habt?

00:19:45: denkt ihr sowas mit für vielleicht eine Zukunft oder...

00:19:49: Für die Zukunft?

00:19:50: auf jeden Fall haben wir jetzt in diesem Lehrprojekt nicht explizit gemacht, implizit schon indem wir sie immer wieder quasi in kleinen Gruppen haben vorreflektieren lassen.

00:20:00: Wir haben immer erst fast schon im Sinne von think per share immer erst alleine Reflexion betreiben lassen dann mit einer vertrauten Person in Austausch zu gehen und erstmal abzusichern das ist okay wie ich fühle so also um eine Bestärkung auch dafür bekommen sich selbst zu fühlen.

00:20:18: Es hat alles erst mal Brechtigung und dann quasi haben wir es erst in einer großen Gruppe geteilt.

00:20:23: Also eine Mini-Mini Version davon haben wir vielleicht implizit mitgedacht, aber das war kein expliziter Teil des Seminars.

00:20:33: Wie geht's weiter mit dem Projekt beziehungsweise mit dem Seminar?

00:20:36: Ja ist jetzt ausgelaufen.

00:20:38: Jetzt braucht ihr jetzt eine Evaluation Ein Projektbericht, an dem sitzen wir gerade.

00:20:48: Das Projekt wurde durch drei Masterarbeiten ausgewertet oder wird gerade evaluiert.

00:20:52: Wir haben ein Prä-Post-Posthesign also wir haben die Studierenden in dem Seminar plus eine Kontrollgruppe vor Seminarbeginn befragt und dann direkt nach dem Ende des Seminars und da nochmal ein halbes Jahr später und da finden die Auswertungen gerade statt über drei Masterarbeiten Mitarbeiter in der pädagogischen Psychologie und dann müssen wir das dem Transferförderpool zurückspiegeln.

00:21:17: In einem Bericht, was wir alles so an Output Mehrwert erhalten haben.

00:21:22: aber an sich war es das jetzt erstmal und es ist tatsächlich jetzt zu überlegen wie wir das Thema weiter verfolgen.

00:21:30: also es gab jetzt so Interessens Äußerungen von anderen Lehrenden hier die überlegen, wie man das im Modulplanung mitdenken kann.

00:21:41: Das wäre so der erste Impuls.

00:21:43: und halt über Abschlussarbeiten das erstmal weiter im Fokus zu halten bei den Studierenden.

00:21:49: Ja und da möchte ich einfach nochmal betonen, wie wahnsinnig schade das eigentlich ist.

00:21:52: Weil es eben ein so so wichtiges Thema und es gab wirklich so viele positive Rückmeldungen dazu und ich glaube so viele Studierende die richtig erleichtert waren über dieses Angebot und dass sie mal eben wirklich diesen einigermaßen geschützten Rahmen haben eben überall diese Dinge sprechen zu können und auch wirklich gerade so Thema Referentariat aber auch zum Beispiel Amtsärztin also Verbeamtung.

00:22:14: Da ist ja ganz ganz viel ganz ganz viele Mythen immer noch unterwegs davon ein, zum Beispiel psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder

00:22:21: z.B.,

00:22:22: den Weg einer Diagnostik zu gehen wenn sie eine Neurodivergenz über sich vermuten und da eigentlich Unterstützung bräuchten.

00:22:28: Dass immer noch diese großen Ängste vorhanden sind dass das einer Verbeamtung grundsätzlich im Weg steht was einfach zumindest in unserem Fall jetzt durch die Amtsärztin erst mal gesagt werden konnte, dass es nicht ganz also nicht grundsätzlich so ist und gerade psychotherapeutsche Hilfe kein Hindernungsgrund grundsächlich für eine Verbeamtung Großflächiger in der Breite eben einfach mit diesen Mythen aufgeräumt werden müsste und mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssten, um Studierende schon während des Studiums zu stärken.

00:22:59: Damit sie eben nicht schon mehr oder weniger ausgebrannt desillusioniert im Lehrberuf gehen und das sich eben fortsetzt.

00:23:06: Darum finde ich jetzt gerade auch wirklich wahnsinnig schade dass es jetzt konkret noch keinen Plan gibt wie es weiter geht weil ich das Thema einfach so wahnsinnigt wichtig finde eben auch schon im Studium

00:23:17: Genau so ein Ansatzpunkt, den wir jetzt aber ja noch haben.

00:23:20: Nicht mehr im Seminarsinn, sondern das ist eben die weitere Wissenschaftskommunikation wo wir jetzt Podcast mit dir machen und darüber zu sprechen um eben klarzumachen wie du das ja auch gerade gesagt hat und Katarina wichtig dass es genau ich hatte am Anfang hier auch schon abengesprochen, dass wieder jetzt auch gerade noch an einem zweiten Ding dran sind.

00:23:38: also wir wollen wie gesagt nochmal unsere ganzen Informationen gebündelt mehr Studierenden zur Verfügung stellen Und das haben wir auch vor einerseits hier am Unikampus zu machen, also die Information so wie es jetzt in der Planung ist.

00:23:49: Das kann sich natürlich immer noch mal was ändern über einen QR-Code mit Flyers zur Verfügung zu stellen, dass natürlich auch online posten, dass zumindest die Erkenntnisse oder ja die Informationen wie zum Beispiel von der Amtsärztin gekommen sind oder von der Seminarfachleitung oder eben diese praktischen Anwendungstipps von der Achtsamkeitscoach und nicht nur in unseren Seminar zugänglich sind, für die Studierenden darf diese dreizig Leute sondern eben auch mehr Leute erreichen kann damit

00:24:18: ja

00:24:19: sie sich darüber informieren können und auch wenn es dann natürlich nicht unbedingt immer in die Tiefe gehen kann was ich kein Seminar ist das zumindest die Erkenntnisse daraus nicht verloren gehen sondern ja mehr Aufklärung stattfindet.

00:24:31: weil das finde ich auch noch mal irgendwie ganz interessant wenn ich mit meinen Freundinnen und Freunden darüber geredet habe was wir so alles gemacht

00:24:37: haben

00:24:38: Da waren die auch ganz überraschend.

00:24:40: Was?

00:24:40: Das ist gar nicht so, das habe ich immer gedacht!

00:24:42: Also es ist wirklich

00:24:43: so

00:24:44: zentral dass das... Ganz viele Studierende einfach so wenig wissen über das Referendariat, über die Amtsärztlichen Untersuchungen, dass einfach wirklich viel mit diesen Mythen behaftet ist und deswegen ist es wirklich wichtig da auch noch mehr Leute zu erreichen und dann wichtige Informationen weiterzutragen.

00:24:59: Und ein Aspekt ist auch noch so, also nochmal diese Nachhaltigkeit deutlich zu machen.

00:25:03: So ist es auch angelegt gewesen dass quasi aus den Evaluationen die wir Seminarintern gemacht haben und diese ganzen Erfahrungen die wir da gesammelt haben das quasi so einen Evaluations-Tool oder Design entsteht das nachhaltig dieses Diversitätsmerkmal psychosoziale Gesundheit mitdenkt und quasi dauerhaft irgendwie in der Eingangsphase einmal bei allen Lehramtsstudierenden erhoben wird, also dass es reingegeben wird.

00:25:30: Dass einfach auch so hochschuldidaktisch möglich ist einen Rahmen zu haben und zu erkennen.

00:25:34: okay, es gibt hier Bedarf an Ansatzpunkte und genau das dann quasi nicht nur diese Angebote über keine Ahnung die psychosoziale Beratungsstelle oder die hochschul-didaktische Qualifizierung bestehen, die man freiwillig zusätzlich belegen kann sondern irgendwie über diese Forschungsbasierte Auswertung oder Verwertung der Daten, die wir jetzt irgendwie gesammelt haben, eine Implementierung geben könnte.

00:26:02: Oder zumindest irgendwie eine Bedarfsanalyse und ein... Wir haben das Thema auf dem Schirm.

00:26:08: Und

00:26:09: habt ihr noch jetzt bemerkt?

00:26:10: Das ist auf jeden Fall sehr wichtig!

00:26:12: Und das können wir rausnehmen oder das sollten wir verändern.

00:26:14: also wie würdet ihr im nächsten Semester das Projekt dann angehen wenn ihr es nochmal macht.

00:26:20: Ich fühl's nochmal genauso.

00:26:22: Ja, tatsächlich!

00:26:23: Also ich war noch nie so zufrieden mit dem Seminar wie mit diesem und hatte wirklich nach jeder Sitzung das Gefühl mega... Ich war fast berauscht immer und bin immer sehr euphorisch rausgegangen und es gab auch eigentlich keine Sitzungen wo nicht danach noch irgendjemand kam und gesagt hat Das war so toll heute.

00:26:42: Danke dafür!

00:26:43: Es war einfach auch so wertschätzend.

00:26:48: Ich weiß noch ganz genau, dass ich am Ende des Semesters gesagt habe dieses Seminar würde ich exakt so nochmal anbieten.

00:26:56: Schön!

00:26:58: Also ich muss auch sagen wir mussten ein paar Dinge umstellen also die Planung war erst eine leicht andere.

00:27:04: tatsächlich und aufgrund von Krankheit und Termin Schwierigkeiten müssen wir dann das Seminar doch ein bisschen anders gestalten als ursprünglich geplant.

00:27:11: aber alles in allem war es auch wirklich rund so, würde ich sagen.

00:27:15: Also ich glaube wir haben Theorie und Praxis wirklich gut verknüpft gekriegt.

00:27:18: das war gut dass wir auch diese theoretischen Dinge gemacht haben weil dann nur dann ist auch Transfer ja tatsächlich möglich.

00:27:27: da hätte jetzt auch nicht gesagt dass der Anteil dazu groß war.

00:27:30: Ich fand es eigentlich genau, stimmig und passend.

00:27:33: Und würde auch genau diese Elemente also sowohl die Seminarleitung zum Referentariat, die Amtsärztin Achtsamkeitscoach mit wirklich diesen ganz praktischen Übungen was auch wahnsinnig gut ankam aber auch die Dinge zu zum Habitus zur Selbstreflexion zu.

00:27:49: was ist eigentlich eine Krise?

00:27:51: wie gehen wir gestärkt aus Krisen hervor?

00:27:54: Also auch diese theoretische Elemente fand ich genau richtig positioniert.

00:28:00: Prüfungs, wir sind bei so unserer Studienleistung mit der Idee dazu bin ich nach wie vor wahnsinnig zufrieden.

00:28:06: Also auch mich der Katharina anschließend.

00:28:08: Ich glaube im Großen und Ganzen ist wäre schön gewesen wenn man noch irgendwie zwei drei Sitzungen mehr gehabt hätte.

00:28:12: dann hätte man viele Dinge wirklich noch mehr vertiefen können oder auch das was du sagtest vielleicht noch mehr in kleinen Gruppen irgendwie tatsächlich gehen können.

00:28:19: also klar ein bisschen mehr Zeit wäre gut gewesen.

00:28:21: es war wirklich schon sehr kondensiert irgendwie.

00:28:24: aber insgesamt war's wirklich für dich auch sagen viel ändern müsste man nicht.

00:28:29: beim nächsten mal Haben wir gut gemacht.

00:28:32: Sehr schön!

00:28:36: Was habt ihr persönlich so für vielleicht eine Sache, einen Moment oder etwas was ihr selber auch umsetzen?

00:28:44: Was habt Ihr persönlich mitgenommen aus dieser Zeit, aus diesem Seminar?

00:28:52: Das ist eine schwierige Frage... Also hängen geblieben ist bei mir absolut die Sitzung mit der Achtungkeitscoachin, weil ich in dem Moment einfach wirklich auch dachte das kann uns auch jetzt voll vor die Füße fallen.

00:29:04: Weil dass es super viel einlassen bedeutet hat für alle im Raum.

00:29:08: so also... Mit Jogarmarten saßen wir da aufs Socken und haben manchmal gewiert wie ein Pferdsohl und es war ja wirklich so schnaubt und einfach uns fallen lassen!

00:29:22: Und das war so mein Mein Moment, wo mein Herz ganz neu gepocht hat und ich dachte okay entweder es fliegt mir um die Ohren

00:29:28: oder es funktioniert.

00:29:30: Irgendwie gab's in dem Moment keinen, der zwischen so gefühlt.

00:29:33: Und ich dachte das ist ja oft auch so... Es gibt einfach dieses Rollengefügel in der Uni und ich hab gedacht lassen sie sich von mir als Dozentin fallen?

00:29:48: So machen wir das im Kontext oder ist das eher so...?

00:29:52: Vielleicht betreut die mich nochmal, vielleicht bewertet sie mich noch mal.

00:29:55: So das war die ganze Zeitthema aber relativ schnell hat es irgendwie durchbrochen gewesen und in der Situation habe ich einfach alles mitgemacht und war voll intu und hab so gemerkt wie gut mir das tat.

00:30:06: Einfach selber gar nicht mehr zu denken um hier und jetzt zu sein und wirklich Achtsamkeit mal zu fühlen wo ich mich immer sehr von distanziere und immer denke oh nee also auf gar keinen Fall mache ich irgendwelche Achtsamtkeitsübungen weil dann muss ich mich ja mit mir selber auseinandersetzen.

00:30:21: ganz schön laut.

00:30:22: und das war so der aha moment für mich weil ich dann dachte nee, ich will das jetzt einfach versuchen und auch zeigen wir sind hier wirklich alle im selben standing.

00:30:31: es gibt hier gerade wirklich gar keinen unterschied weil wir alle uns jetzt hier darauf einlassen und wir alle versuchen an uns selber mal irgendwie ran zu kommen in uns selbst reinzuhören.

00:30:41: Und in dem Moment habe ich wirklich das erste mal bemerkt wie ich auf mich blicke für mich sorgen kann und wie ich mich dann auch wirklich nachhaltig und das passiert seitdem immer wieder aus stressigen Situationen zurückholen kann.

00:30:57: Also diese ganzen Übungen, die man sonst vielleicht so abtut und abhakt und dann denkt so ja im Notfall rufe ich die mal ab... Die sind internalisiert schon!

00:31:05: Die sind jetzt einfach schon da und das war auf jeden Fall für mich mit der größter Aha Moment

00:31:13: Daran.

00:31:13: anschließend war für mich da wirklich ein ganz großer Aha-Moment.

00:31:16: Also Klartjofn und ich haben auch mit gestaltet, mit geplant und saßen immer auf vorne und haben dann teilweise auch ein bisschen mit moderiert.

00:31:21: aber letztendlich war Katharina die verantwortliche Lehrende, die dann eben dann doch befreundet stand und ja in der Regel durch die Sitzung geleitet hat und wo ich einfach nochmal ganz krass gemerkt habe in diesem Seminarkontext was es für einen Unterschied macht wie man das macht als leerende Person also dass Katharina einfach von ganz... von Anfang an klargemacht hat, wie flach hier die Hierarchie ist.

00:31:43: Auch indem sie zum Beispiel das Du anbietet was ja immer schon etwas macht und es ist eine Entscheidung, die jede leeren Person irgendwie auch für sich treffen muss und sicherlich auch von Kontext zu Kontext unterschiedlich ist aber dafür dass es vom Anfang an einfach Sie nicht nur als Lehrende vorne stand, sondern eben auch irgendwie klar war hier ist auch die private Person Katharina mit.

00:32:01: Also sie hatte zum Beispiel auch zweimal ihre Tochter dabei und das ist... Ich bin selber Mutter und ich weiß wie stressig sowas ist wenn man sein Kind zur Arbeit nehmen muss und gleichzeitig hat es halt macht eine Lehrendeperson in dem Moment auch so menschlich grundsätzlich Wenn man auch irgendwie mal was Privates von einer lehrenden Person erfährt Es stellt ja irgendwie eine andere Verbindung dar.

00:32:23: Man ist eben nicht nur in seiner professionellen Rolle dann gerade da, sondern eben auch als Privatperson und dadurch das auch von Anfang an einfach ganz klargestellt wurde dass hier ist ein sicherer Ort und wenn ihr aufs Handy guckt wird euch niemand irgendwie blöd anmachen und Wenn ihr mal zwischendurch raus geben müsst oder keine Ahnung was macht euch jemand blöd?

00:32:39: Und wir sind hier alle sicher miteinander Ja, und wie gesagt aber auch dieser Habitus in dem Falle der leerenden Person die da vorne steht was hier einfach für eine Haltung den Studierenden gegenüber hat habe ich einfach nochmal gemerkt was das für einen wahnsinnig großen Unterschied in der auch in der Lehratmosphäre macht.

00:32:56: Und es hat nichts damit zu tun dass man das dann nicht der nötige Respekt da ist oder dass sich der nöhtige Arbeitswille da ist.

00:33:01: im Gegenteil also von meiner Sicht absolut im Gegentreil.

00:33:06: und das war für mich noch mal ein ganz ganz großer A-Moment das nochmal wirklich live zu erleben.

00:33:12: Danke, Jutta.

00:33:14: Das ist süß und lieb von dir!

00:33:16: Und regt mich noch zu zwei Sachen an, die ich kurz noch dropet an.

00:33:19: Dann kannst du dich auch... Ich

00:33:21: habe mich jetzt vorgedrängt

00:33:22: aber das ist jetzt gerade

00:33:23: so anschlussfähig weil nämlich die erste Sache ist genau diese Sache als mein Kind einmal mit dabei war und ich dies erst mal so gedacht hab Wie vereinigt das und was ist es für einen Stress hier gerade?

00:33:35: Aber dann, ich konnte so cool nutzen in dem Moment.

00:33:38: Das war so situativ.

00:33:39: Es ging in der Sitzung gerade um den Reflexionsbegriff Und ich hatte sie dabei und siehst mir mal mehr aus aufm Rücken gesprungen So und ich habe einfach schrottes Besonderes.

00:33:47: Es war eine Mischung aus.

00:33:49: Ich performe das jetzt fein zu Ende und gleichzeitig habe ich aber auch sie im Blick Als sie dann weg war, sie wurde dann irgendwann abgeholt und dann konnte ich in dem Moment, hab' ich wirklich auch so gemerkt.

00:34:00: Krass!

00:34:01: Das was ich dir gerade erkläre, Reflection, Inaction, On-Action

00:34:04: usw.,

00:34:06: das habe ich jetzt hier gerade live und vor Ort gemacht.

00:34:09: Dann kann ich genau sagen an welcher Stelle in diesem Modell aus den Achtzigern ja quasi ich grade Inaction war und wo ich auf Action geguckt habe und wie ich das alles im Kopf parallel in Mikro... kleinen Teilen reflektiert habe und dann daraus Handlungen entstanden ist.

00:34:27: Und es war so ein krasses Learning by doing-ding, dadurch dass ich das im Nachgang mit denen reflektierte und besprochen hatte noch in der Sitzung... War das dann auch so, dass sie danach häufig gesagt haben, Sie haben den Reflektionsbegriff noch nie so gut verstanden in dem Moment?

00:34:43: Weil es einfach so eine Situation war die sie sofort damit verknüpfen und abrufen konnten.

00:34:48: Also

00:34:49: diesen krassen

00:34:50: Reflexionsbegriffe fachwissenschaftlich zu betrachten gekoppelt an einer Situation, die ich da performt habe Das war so cool!

00:34:56: Das war auch ziemlich cool.

00:34:58: Und den zweiten Punkt hab' ich vergessen aber der kommt vielleicht wieder Vielleicht kannst du erst

00:35:03: Ja, also ich bin ja da auch mit diesen ganzen Sitzungen auch nur rein gestartet wo ich teilweise selber noch nicht so viel über die Themen unbedingt wusste.

00:35:12: Also wirklich mal so als Standi Studierende bezeichnend auch mit und ich habe da ja auch irgendwie selber für mich ganz viel mitnehmen können.

00:35:21: Ich saß dann ja auch da drinne und hab natürlich zum Beispiel bei den Gastgetern vorher schon gewusst was da jetzt kommt grob.

00:35:28: aber ja ich habe einfach für mich selber auch irgendwie ganz viel damit nehmen können dass sie auch schön weitergeben können.

00:35:34: Das war ja richtig, also da hatte ich wahrscheinlich auch beim Inhaltlichen viele Aha-Momente die mich weitergebracht haben.

00:35:43: Mir

00:35:45: ist der Punkt nach eingefallen.

00:35:47: Nämlich das was Judith angesprochen hat damit wir einen Safe Space haben mussten musste ganz klar sein.

00:35:53: wenn hier irgendwas triggert irgendein Thema Stressauslös oder

00:35:58: irgendwie

00:35:59: alte Ängste hervorruft oder so muss die Möglichkeiten stehen zu sagen, stopp ich gehe oder stopp lass das.

00:36:07: Das geht hier gerade nicht und es musste einfach der Rahmen musste klar sein.

00:36:11: so also das haben wir von Anfang an auch genauso gelebt nicht nur ebenso wie ich verfügbar sein muss.

00:36:17: als Kerbezogenen anlassen dass mein Handy irgendwie auflaut ist gilt das für euch natürlich auch.

00:36:21: und natürlich essen und trinken wir wenn wir gerade Hunger und Durst haben.

00:36:24: wir müssen da jetzt nicht neunzig Minuten das aushalten weil Ich

00:36:31: finde das so krass, dass es noch so gelebt wird.

00:36:32: Dass man nichts essen und nichts trinken darf.

00:36:34: Also in der Schule überall.

00:36:35: Wie kloppt

00:36:35: ist das?

00:36:36: Ja völlig absurd!

00:36:39: Da werden immer noch Sachen mit Respekt verknüpft die einfach nicht mit Respekten zu tun haben.

00:36:43: Und das ist immer noch eine Uni wo ja letztendlich auch irgendwie alle erwachsen sind.

00:36:46: aber auch da... Ja.

00:36:48: Deswegen, es gilt in meiner Veranstaltung immer aber ich muss es trotzdem an der ersten Sitzung sagen weil eben noch kein Selbstverständnis dafür vorhanden ist.

00:36:55: Ich lebe das auch, ich esse dann wenn die arbeiten oder so und wenn ich gerade merke ich kann nicht mehr.

00:36:58: Ich brauche jetzt gerade mal kurz ein Wiegel oder irgendwie so und natürlich gehe ich auch ans Handy wenn du die Kita anrufst oder so.

00:37:05: also so und warum gilt es denn nicht für die auch?

00:37:09: Ich kann ja nicht annehmen, dass da auch jemand mit Kerverantwortung sitzt.

00:37:12: Und ich kann das dann nicht generalisieren!

00:37:15: Deswegen bei uns noch mal ganz besonders... Wenn schon Storytelling da ist und alle die irgendwie über Stressoren oder Krisen oder Erfahrungen im Bereich Angst, Panik, Druck psychosoziale Belastungen, psychosociales Wohlbefinden oder unwohlbefindenden Sprechen müssen wir davon ausgehen, dass das bei Menschen im Raum auch irgendwas anregt was unangenehm ist.

00:37:39: und dann muss einfach der Rahmen von Anfang an klar sein, jeder darf sich entziehen.

00:37:44: Und das sagen stopp hier nicht weiter und es darf keine Konsequenz

00:37:47: haben.".

00:37:48: Ja, das habe ich bei mir selber auch in einer Situation gemerkt.

00:37:52: Ich hoffe in irgendeiner Sitzung, ich weiß gar nicht mehr hundertprozentig worum es ging um den Ressourcenbaum oder um Krisen.

00:37:58: Ich bin selber auch ein Mensch mit einer Biografie wo es viele Trägerpunkte einfach gibt in irgendeiner Sitzung, was mir alles wirklich viel zuviel auf mich mit dem Thema zu befassen.

00:38:06: Das, was vorne gesagt wurde war mir viel zu viele es hat mich komplett überfordert.

00:38:10: Ich habe dann glaube ich einfach irgendwie rumgekritzelt weil ich mich einfach nicht wollte da nicht rausgehen aber ich wollte mich irgendwie gedanklich ausklinken und dann hat Jorgen noch an mich nachher gefragt ob alles okay ist fand ich ganz lieb.

00:38:22: Aber wo ich wirklich am eigenen Live erlebt habe dass es einfach bei diesem Thema ganz schnell sein kann, das einfach ist wirklich dann plötzlich alles über einem zusammen stürzt oder es wirklich einfach gerade überfordert emotional psychisch wie auch immer.

00:38:37: Und was du sagtest ne?

00:38:37: Dass man das vorher klar machen muss.

00:38:39: nochmal zum Beispiel hier ist erst ein erlaubliches Trinken erlaubt, die ist keine Ahnung.

00:38:43: und wenn das Telefon klingelt... Was weiß ich denn, worauf die Person gerade wartet?

00:38:47: vielleicht ist es einfach ein wichtiger Anruf und sie hat irgendwie eine Kehrverantwortung oder weise.

00:38:50: nicht was Das resultiert aber auch daraus, dass eben es längst nicht in allen der Veranstaltungen so ist.

00:38:55: Sondern da ist immer noch dieses krass hierarchische wirklich von oben herab und darum ja... Es sollte selbstverständlich sein, aber das ist einfach schlicht und ergreifend nicht und darum muss man jetzt eben immer noch klarstellen wenn man eben diese Atmosphäre gerne bewusst haben möchte.

00:39:12: im Salmin-Seminar kann man das nicht still voraussetzen?

00:39:15: Dass die Studierenden das wissen sondern man muss es ganz explizit sagen

00:39:20: Wie war der Männer- und Frauenanteil?

00:39:25: Wir hatten zwei Männer.

00:39:26: Über die haben wir uns sehr gefreut, aber ja da könnte man jetzt wahrscheinlich wahnsinnig viel darüber sagen.

00:39:32: ich glaube nicht dass es daran liegt dass Männer weniger psychosoziale Schwierigkeiten haben oder weniger Druck empfinden.

00:39:40: Aber das ist die nüchternfakten sind Es waren zwei Männer und der Rest waren Frauen.

00:39:46: Naja, kommt ja wahrscheinlich auch immer ein bisschen darauf an wer das dann leitet, ob man als Mann vielleicht eher zu einem Mann gehen würde wie auch immer.

00:39:51: Dann lernt Studium sind ja viele Frauen einfach die lernen studieren.

00:39:57: Ich weiß jetzt nicht in welcher Wie lange die Menschen schon studieren Ob das jetzt Grundschule welche Schuhformen und so ist ja auch nochmal ein bisschen anders.

00:40:05: aber Ja

00:40:07: Also wir hatten hauptsächlich Grundschulärmstudierungen.

00:40:09: Ja, genau.

00:40:10: Das sind ja auch andere viele Frauen.

00:40:13: Für alle Schulformen aber es waren weniger zwei Fächerbetschler-Studierende im Hauptsätzlich GHR.

00:40:22: Ich hatte schon mehrmals richtig Gänsehaut gehabt weil ich finde es irgendwie schön dass ihr das geklappt hat dass ihr machen konntet müsst ihr eigentlich immer irgendwie laufen.

00:40:34: so ein Seminar ne?

00:40:40: Also die Idee zum Seminar habe ich seit drei Jahren.

00:40:43: Aber es ging halt nicht über die reguläre Modulzuordnung quasi, weil ich meine Lehre woanders verortet habe für die ich hier quasi angestellt bin oder verpflichtet werde, die ich immer mache und deswegen habe ich an drei verschiedenen Stellen versucht Geld einzuwerben um das on top machen zu können.

00:41:01: ... mit der Finanzierung der Hilfskräfte dann quasi.

00:41:06: Und es hat erst im dritten Andau geklappt, weil das Thema... Das war häufig dann der Grund gerade nicht brennt?

00:41:14: Ja!

00:41:14: Also es brennen gerade sicherlich auch andere Themen.

00:41:17: Es ist jetzt kein akutes Thema, sondern es ist eines was eigentlich so wichtig ist dass es immer eins sein soll.

00:41:22: Genau, es ist

00:41:23: ein grundlanger Hilfshaus.

00:41:26: Also ich verstehe die Argumentation aus Geldgeber-Innenperspektive.

00:41:31: Es gibt gerade ganz akute, massive Dinge, die finanziert werden.

00:41:36: aber dabei darf halt nicht vergessen werden das

00:41:39: um

00:41:39: die irgendwie wuppen zu können in der Schule also mit KI jetzt auf einmal umgehen zu können In der Schule oder mit diesem ganzen Anspruch der

00:41:46: Querschnittsaufgaben

00:41:47: oder so vielleicht ein bisschen psychosoziales Wohlbefinden und Gesundheit

00:41:54: Zumal es ja so paradox ist, wenn man sich anschaut wie hoch die Burnout-Rate unter Lehrkräften ist.

00:41:58: Wie groß die psychosozialen Probleme unter Lehrkäften sind da gibt das noch mal... breite Untersuchung zu, dass die Belastung wirklich enorm groß ist im Lehrerinnenberuf.

00:42:07: und jetzt endlich ist ein Seminar wie wir es gestaltet haben ja Prävention pur.

00:42:11: Also wie das System entlasten würde und wahrscheinlich auch dem Lehrerinmangel ein Stück weit vorbeugen würde wenn alle Lehrkräfte von Beginn an einfach wissen was ihnen für Ressourcen gibt was ihnen Hilfe zusteht wo sie sich Unterstützung holen können wie sie Hut für sich selber sorgen können.

00:42:28: Also es ist wirklich so ein bisschen paradoxes, dem Thema jetzt gerade nicht die Bedeutung zugeschrieben wird wie das Thema eigentlich verdient.

00:42:37: Und das ist nicht nur Lehrkräftemangel sondern auch der Dropout von Studierenden im Studium also weil er zu einer hohen Prozentzahl aufgrund von Belastungen stattfindet.

00:42:48: und ich würde sagen grundsätzlich wäre es ja schon sinnvoll dass vielleicht auch nach Schule dann zu implementieren damit man da nicht erst Studium damit anfängt sondern da schon das Wissen hat und dann könnte man da noch on top irgendwie die Sachen.

00:42:59: Also es sind ja so grundlegende Sachen auch, die eigentlich jeder wissen sollte.

00:43:08: Hab ich jetzt noch irgendwas vergessen was ich fragen sollte?

00:43:12: Wollt ihr noch etwas loswerden?

00:43:15: Eventuell noch dass der Zulauf von nicht im Seminar anwesenden Studierenden die herkommen und auf einmal sagen Ich habe gehört, hier kann ich Infos bekommen an wen ich mich wende wenn ich... keine Ahnung also.

00:43:34: letztes war ein Stöhnchen die ich nicht kannte.

00:43:37: Die einfach hier geklopft hat voll mutig meinte.

00:43:40: Ich hab jetzt eine ganz tolle Klopfe im Herzen geklopt und wollte wissen ob ich hier vielleicht eine Info bekomme an wen man sich wenden kann wenn ich eine Angststörung habe und deswegen ganz oft weil ich auch unorganisiert bin und dann irgendwie nicht in die Lehre gehe, weil ich dann denke oh Gott wenn ich jetzt da noch rein platze zu spät.

00:44:01: Dann gucken mich alle an oder ich werde kommentiert oder so und dann geh' ich lieber gar nicht hin Und dann hänge ich irgendwie hinterher Weil ich krieg's mich nicht gut selbst organisiert mit nur die Folien anzugucken.

00:44:09: und ich dachte so Oh mein Gott!

00:44:11: Und hab sie erstmal reingebitten, dann haben wir uns kurz unterhalten, dann habe ich die Andaufstellen gegeben und dachte ja boah krass, um... ...Frescher ist high

00:44:19: Ja

00:44:21: er Ich finde das bemerkenswert, dass sich das offenbar rum spricht.

00:44:25: Das sollte ja auch so sein.

00:44:27: Es ist ein bisschen dann ja auch... Also psychosoziale Selbstreflex und Lärmstudium herzuleiten ist schon komplexo!

00:44:34: Ich musste es auch mal an das Fett schreiben, dass man sieht woher die Buchstaben kommen aber der Hintergrund war auch so ein bisschen so... Es gibt einen geheimen Tipp ihr könnt es so und zu regeln und nicht irgendwie im Sinne von.

00:44:45: wir sind hier jetzt allen in das Zirkel und das geht nicht nach außen sondern eher im Sinne Hey, und ich erzähl dir jetzt mal wie es gehen kann.

00:44:52: Ich glaube so dieses Multiplikator in Gedanken mäßige dahinter, das finde ich sehr wertvoll... ...und muss gleichzeitig aber aufpassen dass ich die ja nicht professionellisiert ist oder sowas.

00:45:04: Nicht diese Rolle hier jetzt eigentlich sondern wirklich mal delegieren kann.

00:45:08: Gleichzeitig find' ich's aber wichtig!

00:45:10: Das ist eine Handabstände gibt also das finde noch einen krassen Effekt.

00:45:15: Und wie viel Mühe sich die Studie zum Seminar für ihre Leistungen gegeben haben.

00:45:20: Also es sollte erst keine geben, dann mussten wir improvisieren und irgendwas ja entwickeln und haben uns dann für so ein Format entschieden dass sie sich gegenseitig interviewen zu einem Thema aus dem Seminar und das dann anonym quasi auswerten.

00:45:33: also diese Selbstreflektion über Fremdreflexion angeregt ist ohne dass In der Feedbackung und in einer Begutachtung weiß, okay die Person denkt so doll.

00:45:45: Weil genau das sollte ja nicht passieren.

00:45:47: Die sollten ja nicht denken, die schreiben das dann für mich damit sie von mir eine gute Note bekommen, damit sie gut durch Studium kommen.

00:45:53: So dieser Gedanke ist auch noch da ohne gute Note kein guter Reffplatz, kein gut Job.

00:45:58: Also es ist mit Titelreaktionen gedanklich Und das konnten wir richtig gut minimieren.

00:46:03: und die Arbeiten sind so krass tiefgründig und so reflektiert so sensibel auch und im Öffnen.

00:46:12: Und das ist einfach eine richtige, also fast schon Ehre, dass lesen zu dürfen und daran teilhaben zu dürfen was in den Studis passiert ist.

00:46:25: Eine Frage die du so formuliert hattest Was muss ich dem Studium letztendlich ändern um damit es besser wird für die Studienin?

00:46:33: Was ihre psychosoziale Gesundheit angeht?

00:46:37: und da dachte ich noch so für mich Es müssten mehr Seminare so gestaltet werden.

00:46:41: Nicht inhaltlich, natürlich müssen auch Inhalte vermittelt werden aber noch viel zu viele Lehrende sehen die Studierenden nicht wirklich als Menschen.

00:46:52: Ja es ist tatsächlich und das ist ja nicht nur im Uni so, das ist oft schon, fängt das ja in der Schule schon an, oft schon in der Grundschule.

00:47:00: Aber speziell dann irgendwie auf und weiter für eine Schule oder ein Gymnasium, aber erst recht in der Uni.

00:47:07: Also für viele Lehrende sind Studierenden einfach nach wie vor irgendwie eine Matrikennummer tatsächlich und werden vor allem auch immer noch sehr, sehr defizit orientiert betrachtet.

00:47:17: Was machen die Studierende nicht?

00:47:19: Was leisten sie nicht?

00:47:21: Wo machen Sie nicht genug?

00:47:23: Warum kriegen die das nicht hin?

00:47:25: Warum machen die die Abgabe immer erst auf allerletzten Drücker irgendwie und viel zu wenig wird auch von Seiten der Lehrenden sich gefragt, was steckt da eigentlich hinter?

00:47:33: Was ist das eigentlich... Also natürlich können Lehrende sich nicht bei jedem Studierenden fragen.

00:47:38: Ja ja.

00:47:39: Aber grundsätzlich die Studierende erstmal grundsätzlich als Menschen zu betrachten in einer Geschichte mit individuellen Problemen ganz ganz viel auch wirklich mit ja mit traumatischen Erfahrungen vielleicht schon im Hintergrund mit psychischen Problemen Und dass da einfach viel mehr Menschlichkeit stattfindet und vielmehr ja auf Augenhöhe miteinander gesprochen wird.

00:47:58: Und Hierarchien ein Stück weit auch abgebaut werden, so gut es irgendwie geht und mehr versucht wird individuell auf die Studierenden einzugehen damit er gar nicht so eine Höhe entsteht dass man sich überhaupt dass man vielleicht sich nicht traut, Schwächen zuzugeben oder zu sagen ich habe eine Angststörung.

00:48:14: Oder ich hab ne Rechtschepp-Schwäche und eigentlich bräuchte ich ein Nachschätzausgleich um meine... Sondern ganz ob wird dann irgendwie auch befürchtet das das dann direkt auf die allgemeine Kompetenz zurückgeworfen wird?

00:48:26: Und so nach dem Motto, dass sie mir danach her sagt er kann mich auch nicht leckhaft werden wenn ich das nicht hinbekomme Also wenn ich irgendwie vor bestimmten Dingen Angst habe, dann bin ich hier eh falsch und dass dadurch so eine ganz große Hürde aufgebaut wird überhaupt über bestimmte Probleme und Schwierigkeiten und Herausforderungen zu sprechen.

00:48:42: Und das diese Hürden einfach abgebaut werden und dafür müssen aber auch die Lehrenden sich selber vielleicht mal hinterfragen und an sich selber arbeiten.

00:48:49: Ja gut sie reproduzieren ja auch ihre eigenen Erfahrungen, sie stecken in ihrer eigenen Hauts ja vielleicht auch Probleme usw.. Ja, auch eine Spirale.

00:48:57: Vielleicht müssten dann auch die Lehrerinnen... Ganz klar!

00:48:58: ...dass sie mich nachher mitmachen?

00:49:01: Was ist ja auch, kommt jetzt nicht einfach an der Haltungsfrage, ne?

00:49:04: Na, Frage des Habitus tatsächlich.

00:49:06: Wie ihr seht ich mich in meiner Rolle als Lehrperson auch an einer Universität gerade wenn es dann in die oberen Regen geht aber auch da weiß ich aus persönlicher Erfahrung dass es da Großunterschiede gibt von... Es gibt ProfessorInnen, die agieren so und es gibt Professorin, den Studierenden gegenüber Und das hat nicht immer was damit zu tun welche Stellung du letztendlich im System hast sondern eben was mit einer persönlichen Haltung den Menschen gegenüber, mit denen du eben arbeitest.

00:49:34: Ich danke euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

00:49:36: Danke,

00:49:36: dass du das Thema

00:49:38: brauchst.

00:49:39: Ja!

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